Mehr Wachstum Bundesregierung korrigiert Prognose nach oben

Die Bundesregierung sieht die Entwicklung der deutschen Wirtschaft optimistischer. Für 2014 rechnet sie nun mit einem Wachstum von 1,7 statt 1,6 Prozent, wie bislang prognostiziert. Auch auf dem Arbeitsmarkt soll es besser laufen.

Autoproduktion: Weitere Entspannung auf dem Arbeitsmarkt zu erwarten
DPA

Autoproduktion: Weitere Entspannung auf dem Arbeitsmarkt zu erwarten


Berlin - Die Bundesregierung erwartet, dass der Aufschwung etwas stärker ausfällt als noch im Frühjahr vorausgesagt. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE rechnet sie in ihrer Herbstprognose, die am Mittwoch veröffentlicht werden soll, für 2014 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent.

Im Frühjahr hatte die Bundesregierung noch mit einem Plus von 1,6 Prozent kalkuliert. Für das laufende Jahr bleibt sie bei ihrer Prognose von 0,5 Prozent. Das federführende Wirtschaftsministerium behält sich traditionell Änderungen bis kurz vor der offiziellen Bekanntgabe vor.

Das anhaltende Wachstum führt zu einer weiteren Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Für das nächste Jahr erwarten die Konjunkturexperten der Bundesregierung eine Rekordzahl an Beschäftigten von rund 42 Millionen. Auch die Steuereinnahmen dürften stärker steigen als bislang erwartet.

Die Herbstprognose der Bundesregierung bildet die Grundlage für die neue Steuerschätzung, die Anfang November stattfinden wird. An ihr nehmen neben den Finanzministerien von Bund und Ländern sowie den Konjunkturforschungsinstituten auch das Statistische Bundesamt und die Bundesbank teil.

Die Bundesregierung ist damit für dieses Jahr etwas optimistischer, für das nächste hingegen etwas pessimistischer als die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute. Diese sagten in der vergangenen Woche ein Plus von 0,4 Prozent für 2013 voraus, für 2014 erwarten sie ein Wachstum von 1,8 Prozent.

rei



insgesamt 10 Beiträge
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eigene_meinung 22.10.2013
1. Toll
Differenzen von einem zehntel Prozentpunkt bei den Prognosen stehen fast immerAbweichungen von mehreren Punkten in der Realität gegenüber - ganz abgesehen von den methodischen Fragwürdigkeiten beim Festlegen der Zahlen.
RenegadeOtis 22.10.2013
2.
Zitat von eigene_meinungDifferenzen von einem zehntel Prozentpunkt bei den Prognosen stehen fast immerAbweichungen von mehreren Punkten in der Realität gegenüber - ganz abgesehen von den methodischen Fragwürdigkeiten beim Festlegen der Zahlen.
Wann wich denn die Prognose um "mehrere Punkte" von den tatsächlichen Werten ab - ohne Weltwirtschaftskrise?
Pisa für Erwachsene 22.10.2013
3. Wie soll das gehen?
Bei einem angenommen Produktivitätswachstum von 2 Prozent und einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent soll der Arbeitsmarkt sich weiter entspannen?
lavinia2301 22.10.2013
4. Mehr Wachstum?
Mehr Wachstum ist der tot der kleinen Bürger. Weniger Arbeitslosigkeit ist automatisch mit einer höheren Inflationsrate verbunden. Mehr Druck auf den Arbeitnehmer. Selbst G8, ein Produkt der Wachstumspeitsche. Wachstum ist doch nur die Droge der Politiker um sich aufzubauschen und sagen zu können "Deutschland geht es gut." Liebes Deutschland, warum kümmert ihr euch nicht um die Armutsrate der Kinder anstatt um den Wachstum?
wolly21 22.10.2013
5.
Diese Erhöhung der Wachstumsprognose kommt der amtierenden Bundesregierung Merkel/Schäuble sehr gelegen für ihre Koalitionsverhandlungen. Damit lassen sich alle Steuererhöhungsgelüste der SPD noch leichter abbügeln. "So fühlt man Absicht, und man ist verstimmt." (Goethe)
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