Bundestag Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt 2019 um 0,5 Prozentpunkte

Von Januar an werden deutlich geringere Beiträge zur Arbeitslosenversicherung fällig: Der Bundestag hat die Senkung um 0,5 Prozentpunkte beschlossen. Die tatsächliche Entlastung fällt jedoch geringer aus.

Arbeitsagentur in Bergisch-Gladbach
DPA

Arbeitsagentur in Bergisch-Gladbach


Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordtief, die Löhne steigen seit einiger Zeit wieder stärker - entsprechend gut ist die finanzielle Lage der Arbeitslosenversicherung. Zum 1. Januar 2019 werden die Beiträge nun deutlich gesenkt, von 3,0 auf 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Das hat der Bundestag mit den Stimmen von Union, SPD, FDP und Grünen beschlossen. Die AfD und die Linke enthielten sich.

Der Beitrag verringert sich somit im kommenden Jahr bei einem Bruttolohn von 2000 Euro um zehn Euro, wobei Arbeitnehmer und -geber jeweils um die Hälfte entlastet werden. Im Detail werden 0,4 Punkte per Gesetz gesenkt, weitere 0,1 Punkte per Rechtsverordnung und vorerst befristet bis zum Jahr 2022. Die Große Koalition hatte sich Ende August darauf geeinigt.

Unter dem Strich wird die Beitragssenkung in der Arbeitslosenversicherung allerdings durch eine Erhöhung in der Pflegeversicherung ebenfalls um 0,5 Prozentpunkte kompensiert. Für die Arbeitnehmer ergibt sich dennoch eine Entlastung, da in der Krankenversicherung die Parität wiederhergestellt wird, die Beiträge also wieder hälftig von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bezahlt werden. Derzeit tragen die Arbeitnehmer den Zusatzbeitrag von durchschnittlich 1,0 Prozent des Bruttoeinkommens noch allein.

Die Beitragssenkung wurde vom Bundestag als Bestandteil des neuen Qualifizierungschancen-Gesetzes beschlossen. Es soll die Weiterbildung von Beschäftigten unabhängig von Ausbildungsstand, Alter und Betriebsgröße ermöglichen und damit verbreitern. (Details zu den neuen gesetzlichen Weiterbildungsmöglichkeiten und längeren Bezugsdauern von Arbeitslosengeld finden Sie hier.)

fdi/dpa



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