Weniger Steuereinnahmen USA machen mehr Schulden als erwartet

Höheres Haushaltsdefizit, geringeres Wirtschaftswachstum: In den USA hat das überparteiliche Congressional Budget Office die Prognosen für das Jahr 2014 zum Schlechteren korrigiert. Doch es gibt offenbar auch Lichtblicke für die Zukunft.

Erwartetes Haushaltsdefizit: CBO korrigiert ihre Prognose
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Erwartetes Haushaltsdefizit: CBO korrigiert ihre Prognose


Washington - Das erwartete US-Haushaltsdefizit für das Jahr 2014 ist nach oben korrigiert worden. Statt mit einem Defizit von 492 Milliarden Dollar werde nun mit einem Defizit von 506 Milliarden Dollar gerechnet, teilte das überparteiliche Congressional Budget Office (CBO) mit. Grund dafür seien niedrigere Einnahmen aus der Unternehmenssteuer.

Dennoch rechnet das CBO nach eigenen Angaben damit, dass das Haushaltsdefizit der USA bis zum Jahr 2018 weniger als drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen wird. Danach werde das Defizit jedoch auf etwa vier Prozent des BIP ansteigen. Das liege daran, dass die Einnahmen nur wenig schneller wüchsen als die Wirtschaft, während die Ausgaben deutlich schneller anstiegen.

Auch beim Wirtschaftswachstum zeigt sich das CBO pessimistisch: Es rechnet für 2014 mit einem Wachstum um lediglich 1,5 Prozent - die US-Regierung hatte vor einem Monat noch einen Anstieg um 2,6 Prozent prognostiziert. Für die weitere Zukunft sehen die Aussichten aber besser aus: Für die Jahre 2015 und 2016 erwartet das CBO nach eigenen Angaben ein Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent. Auch die Arbeitslosenquote werde unter sechs Prozent bleiben.

jbe/Reuters/AP



insgesamt 4 Beiträge
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muellerthomas 27.08.2014
1.
Das CBO ist grundsätzlich sehr konservativ in den Schätzungen und vermutlich eher zu pessimistisch: Das Defizit lag in den ersten 7 Monaten bei 288 Mrd. USD, aufs Jahr hochgerechnet also 492 Mrd. USD, wobei das Defizit seit 2008/09 tendenziell sinkt, also in den letzten fünf Monaten des Jahres eher niedriger liegt. Aber egal ob nun 492 Mrd. oder 506 Mrd., in beiden Fällen sinkt die US-Staatsschuldenquote, da das Defizit geringer ist als der nominale BIP-Wachstum.
brunoaushamburg 27.08.2014
2. Totgooglen
Die grossen Unternehmen eie Google zahlen kaum Steuern. Darunter leiden die Buerger.
C. V. Neuves 27.08.2014
3. Arbeitslosenrate USA
2001 waren das bei einer Beteiligungsrate von 69% der arbeitsfähigen Bevölkerung am Arbeitsmarkt rund 5%. Jetzt beträgt die Arbeitslosigkeit ca. 6% bei einer Beteiligungsrate von 63%. Das heisst, wir sprechen von effektiv von ca. 15% Arbeitslosigkeit wenn man die Beschönigungen weglässt. Bei Berücksichtigung von anderen Faktoren wie Unterbeschäftigung wird es noch schlimmer.
hanfiey 30.08.2014
4. keine Überraschung
Das es nicht bergauf geht ist bekannt sonst wären die Zinsen nicht auf Rekordtief und die Börse am explodieren. Das ganze wird noch unerfreulich für Menschen die arbeiten müssen für ihr Geld, nicht nur in USA.
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