Investitionen in Afrika China hängt Europäer und Amerikaner ab

Der Einfluss der Chinesen in Afrika wird immer größer. Laut Uno steckten sie 2016 mehr Geld in den Kontinent als USA und EU zusammen. Diese Grafik zeigt den großen Vorsprung der Volksrepublik.
Zugstrecke in Kenia

Zugstrecke in Kenia

Foto: TONY KARUMBA/ AFP

Mitte Mai sorgte ein ambitioniertes Bauprojekt für Aufmerksamkeit: Zwei neue Eisenbahnstrecken sollen bald durch Kenia, Uganda, Ruanda, Burundi und den Südsudan führen. Gebaut wird die 13,8 Milliarden Dollar teure Strecke von der staatlichen China Road and Bridge Corporation (CRBC). Die chinesische Export-Import-Bank finanziert den Bau zu 90 Prozent, den Rest trägt Kenia.

Das Milliardenprojekt ist nur eines von vielen, das die Chinesen derzeit in Afrika stemmen. Laut Statistiken der Uno ist die Volksrepublik bereits 2016 zum wichtigsten Investor in Afrika aufgestiegen.

Mehr als 36 Milliarden Dollar an Direktinvestitionen flossen demnach allein im Jahr 2016 von China nach Afrika - mehr als aus den USA und Europa zusammen. Im Vergleich zu 2015 ist das ein gewaltiges Plus - wie folgende Grafik zeigt, die SPIEGEL ONLINE in Kooperation mit dem Onlineportal Statista  erstellt hat.

Grafik/ Afrika

Grafik/ Afrika

Foto: UNCTAD/ AEI/ Statista/ SPIEGEL ONLINE

Die Chinesen sind mittlerweile in zahlreichen afrikanischen Branchen präsent, unter anderem im Metall-, Energie-, Immobilien- und Transportsektor. Schätzungen zufolge dürfte der Einfluss chinesischer Unternehmen und Staatsvertreter in Afrika in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

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Fotostrecke: Afrikas neue Eisenbahn

Foto: TONY KARUMBA/ AFP
ssu