Handelsstreit China setzt Strafzölle auf US-Autos für drei Monate aus

Zeichen der Entspannung im Handelskonflikt mit den USA: China will drei Monate lang keine Strafzölle auf amerikanische Autos erheben - Peking spricht von der Hoffnung auf eine Beilegung des Streits.
Autos in China (Archivbild)

Autos in China (Archivbild)

Foto: AP/Luo hao - Imaginechina

China geht im Handelsstreit einen Schritt auf die USA zu: Ab Januar setzt Peking die im Sommer verhängten Strafzölle auf Autos und Autoteile aus den USA für drei Monate aus. Dies gelte ab dem 1. Januar, teilte die Regierung mit. Sie hatte ursprünglich die Zölle von zehn auf 35 Prozent angehoben.

Anfang Dezember hatte die Regierung in Peking angekündigt, sie werde "ab sofort" Handelserleichterungen für die USA umsetzen. Grund dafür war ein Treffen zwischen Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires. Dort hatten sie sich wenige Tage zuvor auf einen Waffenstillstand in ihrem Handelskonflikt verständigt. Die USA setzten China zugleich eine Frist von 90 Tagen, seiner Forderung nach dem Abbau von Handelsbarrieren nachzukommen.

Die Aussetzung der Strafzölle auf Autos sei "eine konkrete Maßnahme", um den Waffenstillstand umzusetzen, erklärte nun die chinesische Regierung. Überschattet wird die Entspannung im Handelsstreit von der Festnahme der chinesischen Managerin Meng Wanzhou in Kanada auf Betreiben der USA, die inzwischen gegen Zahlung einer Millionenkaution und unter strengen Auflagen freigelassen wurde.

hej/Reuters/AFP
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