Neue Seidenstraße China überschüttet Pakistan mit Geld

China sucht neue Routen, um seine Waren nach Europa und in den Nahen Osten zu verfrachten. Ein wichtiges Transferland ist Pakistan. Die Regierung in Islamabad kann sich über mehr als 40 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe freuen.
Xi Jinping, Gattin Peng Liyuan (Archiv): Wirtschaftskorridor gemeinsam mit Pakistan

Xi Jinping, Gattin Peng Liyuan (Archiv): Wirtschaftskorridor gemeinsam mit Pakistan

Foto: Pool/ Getty Images

China will mit milliardenschweren Investitionen in Pakistan den Aufbau einer neuen Seidenstraße vorantreiben. Der chinesische Präsident Xi Jinping reiste am Montag in das Nachbarland, um dort gemeinsame Projekte im Umfang von 46 Milliarden Dollar zu starten. Diese Summe geht weit über die Ausgaben der USA in Pakistan hinaus und unterstreicht die Ambitionen Chinas in der Region.

Insgesamt flossen in den ersten neun Monaten des Fiskaljahres 710 Millionen Dollar ausländischer Direktinvestitionen in verschiedene Projekte in Pakistan. Die Seidenstraße der Neuzeit soll China über Land- und Seeverbindungen mit den Märkten des Nahen Ostens und Europas verbinden. Gemeinsam mit Pakistan will Peking einen Wirtschaftskorridor schaffen, der den südpakistanischen Hafen Gwadar am Arabischen Meer mit der westchinesischen Region Xinjiang verbindet.

Pakistan habe für China eine zentrale Bedeutung und diese Beziehung müsse Erfolg haben, sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im pakistanischen Parlament, Mushahid Hussain Sayed.

Die Frage der Sicherheit spielt für China dabei eine wichtige Rolle, denn der Korridor mit einem Netz aus Straßen, Schienen und Leitungen soll durch die pakistanische Unruheprovinz Balutschistan führen, einer Hochburg von Separatisten, gegen die die Armee gewaltsam vorgeht. Xi unterstrich, dass sich die Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft und Sicherheit gegenseitig bedingen. Sie müssten gleichzeitig vorangebracht werden.

mik/Reuters
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