Handelskonflikt mit den USA Chinas EU-Botschafter fordert Politik der Härte gegenüber Trump

Chinas EU-Botschafter warnt vor "ernsten Konsequenzen" für die Weltwirtschaft, sollte sich der Handelskonflikt mit den USA verschärfen - und fordert ein entschiedenes Vorgehen gegen "den Verursacher dieses Konflikts".
Container im US-Seehafen Savannah

Container im US-Seehafen Savannah

Foto: Stephen B. Morton/ AP

Chinas Botschafter in der Europäischen Union, Zhang Ming, hat für eine Politik der Härte im Handelskonflikt mit den USA plädiert. "Wir müssen dem Verursacher des Handelskrieges entschlossen demonstrieren, dass sein Handeln falsch ist", sagte Zhang Ming dem "Handelsblatt" . "Eine Politik der Nachgiebigkeit und des Kompromisses wäre kontraproduktiv."

Zhang Ming warnte vor dramatischen Folgen eines Handelskrieges für die Weltwirtschaft. Er erwarte "sehr ernste" Konsequenzen für die globale Konjunktur. "Niemand wird von diesem Handelskonflikt profitieren. Alle werden Verlierer sein, China, die EU und auch der Verursacher des Konflikts."

Kritik an chinesischen Firmenkäufen in der EU und an der fehlenden Marktöffnung in China wies Zhang Ming zurück. China habe inzwischen 22 Wirtschaftssektoren für ausländische Investoren geöffnet. Beim EU-China-Gipfel am 16. Juli in Peking wollten beide Seiten versuchen, "Marktzugangsangebote auszutauschen". Dabei handele es sich um "bedeutenden und ermutigenden Fortschritt" in den europäisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen.

Die Volksrepublik China entsandte Zhang Ming vergangenes Jahr als EU-Botschafter nach Brüssel. Vorher war Zhang Ming stellvertretender Außenminister in Peking.

In Berlin finden am Montag die fünften deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen statt. Dabei treffen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Chinas Regierungschef Li Keqiang mit Kabinettsmitgliedern beider Staaten zusammen. Nach den Beratungen sollen Kooperationsabkommen und Unternehmensvereinbarungen unterzeichnet werden.

beb/AFP
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