45 Millionen Euro für 90 Projekte Bundesregierung verdreifacht Fördermittel für Corona-Forschung

Um die Folgen der Pandemie abzuschwächen, steckt Bildungsministerin Anja Karliczek Millionen in neue Forschungsprojekte. Auch soziale und rechtliche Fragen sollen untersucht werden.
Anja Karliczek beim Besuch der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf

Anja Karliczek beim Besuch der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf 

Foto: POOL/ REUTERS

Die Bundesregierung hat die Forschungsmittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie verdreifacht. "Wir wollen 45 Millionen Euro in knapp 90 herausragende Projekte investieren", kündigte Ministerin Anja Karliczek (CDU) an. Die ersten Forschungsprojekte seien bereits gestartet.

Die geförderten Vorhaben deckten laut Karliczek ein breites wissenschaftliches Spektrum ab: "Sie reichen von Grundlagenforschung über klinische Studien bis hin zur Analyse ethischer, rechtlicher und sozialer Fragestellungen im Zusammenhang mit der Pandemie."

Es gehe darum, "die Biologie des Virus und seine Verbreitungswege noch besser zu verstehen", sagte Karliczek. Daneben versuche man aber auch, die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Gesellschaft nachzuvollziehen, die während der Pandemie gefällt wurden.

Mit Unsicherheiten und Sorgen umgehen

Karliczek nannte beispielhaft ein Projekt, in dem untersucht werden soll, wie der soziale Austausch in Gemeinschaften und Familien von den Maßnahmen beeinflusst werde. Daraus würden Strategien und Empfehlungen entwickelt, wie mit Unsicherheit und Sorgen der Bürger umzugehen sei. Ziel einer weiteren Studie sei es, zu untersuchen, wie wirksam Therapien mit dem Plasma von Menschen sind, die das Virus überstanden und Antikörper gebildet haben.

Bereits zuvor hatte die Bundesregierung Programme zur Förderung der Corona-Forschung initiiert. Dabei ging es vor allem um Impfstoffentwicklung und Universitätsmedizin.

bah/afp
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