Coronaimpfstoffe Bundesregierung sichert sich Produktionskapazitäten

Eine Knappheit wie zu Beginn der Corona-Impfkampagne soll sich in Deutschland nicht wiederholen. Darum hat die Regierung Verträge mit Herstellern über Produktionskapazitäten geschlossen.
Herstellung von AstraZeneca-Impfstoff: Knappheit soll sich nicht wiederholen

Herstellung von AstraZeneca-Impfstoff: Knappheit soll sich nicht wiederholen

Foto: Rafiq Maqbool / dpa

»Wir haben die Lehren aus der Coronapandemie und der anfänglichen Impfstoffknappheit gezogen«, verspricht Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Die Bundesregierung sichert sich nun Zugriff auf Produktionskapazitäten bei Coronaimpfstoffen.

Dazu schließt sie Verträge mit fünf Herstellern mit einer Dauer bis 2029, wie das Bundeskabinett beschloss. Fachleute des Wirtschaftsministeriums haben die Vereinbarungen im Auftrag des Gesundheitsministeriums mit Biontech, Curevac/GSK, Wacker/CordenPharma, Celonic und IDT geschlossen.

Die Verträge umfassen den Angaben zufolge die Bereithaltung von Produktionskapazitäten und Vereinbarungen zur Herstellung und Lieferung von Impfstoffen an die Bundesregierung. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte: »So stellen wir sicher, dass künftig schnell die Bevölkerung mit Impfstoff versorgt werden kann.«

Die Taskforce, die die Verträge ausgehandelt hat, wird nun aufgelöst. Die Umsetzung soll beim im Zuge der Pandemie eingerichteten Zentrum für Pandemieimpfstoffe und -therapeutika beim Paul-Ehrlich-Institut (ZEPAI) liegen, das im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsministeriums liegt. Die sogenannten Pandemiebereitschaftsverträge müssen noch unterzeichnet werden.

Die Unternehmen sollen als Gegenleistung ein jährliches Bereitschaftsentgelt erhalten, damit sie Kapazitäten zur Impfstoffherstellung erhalten und bei Bedarf schnell die Produktion hochfahren. Der Bund rechnet den Angaben zufolge mit Kosten von bis zu 2,861 Milliarden Euro für die Jahre 2022 bis 2029. Mit den Verträgen leiste man auch einen Beitrag zur europaweiten und globalen Impfstoffversorgung, hieß es.

mmq/dpa