Trotz steigender Coronazahlen Neuanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinken

Die zweite Corona-Welle rollt durch die USA, dennoch schwächt sich das Tempo des Jobabbaus. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist auf 700.000 gesunken – den niedrigsten Wert seit Frühling.
Wartende US-Amerikaner vor dem Kentucky Career Center

Wartende US-Amerikaner vor dem Kentucky Career Center

Foto: BRYAN WOOLSTON / REUTERS

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist trotz der wieder aufgeflammten Corona-Pandemie so gering wie seit sieben Monaten nicht mehr. Insgesamt stellten vorige Woche 709.000 Amerikaner einen solchen Antrag auf staatliche Stütze und damit 48.000 weniger als eine Woche zuvor, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte.

Bereits in der vergangenen Woche war die Zahl leicht zurückgegangen. Die Zahl der Anträge bleibt aber für US-Verhältnisse sehr hoch. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt lag sie bei 755.250.

"Die Erstanträge weisen zwar einen abnehmenden Trend auf, dennoch fehlen Millionen von Arbeitsplätzen, und die Arbeitslosigkeit ist zu hoch", stellte Helaba-Ökonom Ralf Umlauf fest.

Von 22 Millionen verlorenen Jobs ist erst die Hälfte wieder da

Der schwächelnde Arbeitsmarkt ist eine der größten Herausforderungen für den künftigen US-Präsidenten Joe Biden. Im Zuge der Corona-Pandemie gingen mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang nur rund die Hälfte wieder geschaffen wurde.

Da die Zahl der neuen positiven Corona-Tests zuletzt Rekordwerte erreichte, wurden den Unternehmen in etlichen Regionen neuen Beschränkungen auferlegt. Das könnte dazu führen, dass sie sich von Mitarbeitern trennen.

caw/Reuters
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