Coronakrise Gut 1,5 Millionen Amerikaner melden sich binnen einer Woche arbeitslos

In der vergangenen Woche haben erneut viele US-Bürger ihren Job verloren - wenn auch weniger als in den Vorwochen: 1,55 Millionen Amerikaner stellten Antrag auf Arbeitslosenhilfe
Geschlossene Geschäfte in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio: Rund 44,2 Millionen Menschen haben seit Beginn der Coronakrise ihren Job verloren

Geschlossene Geschäfte in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio: Rund 44,2 Millionen Menschen haben seit Beginn der Coronakrise ihren Job verloren

Foto: Tony Dejak/ AP

Auch in den USA haben Restaurants, Läden und Fabriken wieder geöffnet - dennoch verlieren nach wie vor zahlreiche Menschen ihren Job. In der vergangenen Woche meldeten sich 1,54 Millionen Menschen neu arbeitslos, teilte das US-Arbeitsministerium mit . Damit haben seit Beginn der Coronavirus-Pandemie rund 44,2 Millionen Menschen neu Arbeitslosenhilfe beantragt.

Im Vergleich zu den vergangenen Wochen und Monaten ging die Zahl der Arbeitslosenmeldungen allerdings zurück: In der Vorwoche hatten knapp 1,9 Millionen Menschen ihren Job verloren, in der Woche davor rund 2,1 Millionen Menschen. Ende März hatte sich binnen einer Woche die Rekordzahl von 6,87 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Corona-Pandemie hat die USA wie zahllose andere Länder weltweit in eine schwere Wirtschaftskrise gestürzt. Zuletzt gab es aber Anzeichen einer Entspannung am Arbeitsmarkt: Im Mai sank die Arbeitslosenquote überraschend auf 13,3 Prozent. Ein sehr hoher Wert, aber ein Rückgang im Vergleich zum April mit 14,7 Prozent. Insgesamt entstanden im vergangenen Monat in den USA rund 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze.

Furcht vor Anstieg der Neuinfektionen

Allerdings dürfte das die Realität nicht voll abbilden. Die tatsächliche Quote hat offenbar in beiden Monaten um mehrere Prozentpunkte höher gelegen, wie die US-Behörde für Arbeitsmarktstatistik einräumte. Hintergrund sind Probleme bei der Einordnung der Angaben von Arbeitslosen. Im Mai lag die tatsächliche Quote demnach rund drei Punkte höher, also bei mehr als 16 Prozent.

Die USA haben in den vergangenen Wochen begonnen, die Corona-Beschränkungen zur Eindämmung des Virus zu lockern. US-Präsident Donald Trump will eine möglichst rasche Rückkehr zur Normalität, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.

Experten befürchten jedoch, dies könnte zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen führen. In den USA wurden bereits mehr als zwei Millionen Coronavirus-Infektionen und mehr als 112.000 Todesfälle bestätigt - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

fdi/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.
Merkliste
Speichern Sie Ihre Lieblingsartikel in der persönlichen Merkliste, um sie später zu lesen und einfach wiederzufinden.
Jetzt anmelden
Sie haben noch kein SPIEGEL-Konto? Jetzt registrieren
Mehrfachnutzung erkannt
Bitte beachten Sie: Die zeitgleiche Nutzung von SPIEGEL+-Inhalten ist auf ein Gerät beschränkt. Wir behalten uns vor, die Mehrfachnutzung zukünftig technisch zu unterbinden.
Sie möchten SPIEGEL+ auf mehreren Geräten zeitgleich nutzen? Zu unseren Angeboten