Coronakrise Ausgaben für Kurzarbeit steigen auf mehr als 20 Milliarden Euro

Millionen Beschäftigte beziehen wegen der Corona-Pandemie Kurzarbeitergeld. Die Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit steigen rasant.
BMW-Werk in Dingolfing: Auch BMW hatte im März für knapp 20.000 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet

BMW-Werk in Dingolfing: Auch BMW hatte im März für knapp 20.000 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet

Foto: Armin Weigel / DPA

Die Kosten für Kurzarbeit als Folge der Corona-Pandemie haben die Marke von 20 Milliarden Euro übersprungen. Mehr als die Hälfte davon entfielen auf Zahlungen an Arbeitnehmer, die wegen der Zwangspause Lohneinbußen hinnehmen mussten, teilte ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit (BA) der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Rund 8,7 Milliarden Euro seien an Arbeitgeber als Erstattung für Sozialbeiträge geflossen. Voriges Jahr hätten die Ausgaben für Kurzarbeit aus konjunkturellen Gründe bis Ende November 131 Millionen Euro betragen.

Seit Mai geht die Kurzarbeit zurück

Auf dem Höhepunkt der Kurzarbeit im Mai hatten fast sechs Millionen Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen. Seither gehen die Zahlen nach Hochrechnungen der BA zurück.

Zuletzt ist die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit jedoch wieder gestiegen, berechnet das Ifo-Institut in München. Der Grund: die neuen behördlich angeordneten Schließungen im Kampf gegen das Coronavirus. Demnach lag der Anteil der Unternehmen mit Kurzarbeit bei 28 Prozent – deutliche Anstiege gebe es in etwa bei Hotels, Reiseveranstaltern und in der Gastronomie.

caw/Reuters
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