Folge der Coronakrise Hälfte der Geringverdiener lebt am Existenzminimum

Die meisten Deutschen kommen finanziell ohne große Abstriche durch die Krise. Geringverdiener aber trifft es hart, wie eine Umfrage zeigt.
Eine Kellnerin in Berlin (Archivbild)

Eine Kellnerin in Berlin (Archivbild)

Foto: Adam Berry/ Getty Images

Das Haushaltseinkommen von einem Viertel der Menschen in Deutschland ist durch die Coronakrise deutlich geschrumpft.

In einer repräsentativen Untersuchung der Deutschen Bank  aus dem September heißt es, dass dieser Teil der Bevölkerung während der Pandemie im Schnitt 400 Euro weniger verdient hat. Besonders stark betroffen sind demnach Haushalte mit geringem Einkommen: Insgesamt sehen sich 51 Prozent der Geringverdiener »am finanziellen Existenzminimum«.

Dagegen sind mehr als drei Viertel der Menschen in Deutschland nach eigener Einschätzung bislang einigermaßen gut durch die Krise gekommen. Vor allem solche, die über ein höheres Einkommen verfügen, gaben häufiger an, »nur wenig« unter den Einschränkungen zu leiden. Fünf Prozent würden während der Pandemie sogar über ein höheres Einkommen verfügen.

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Jeder Zweite gibt laut der Studie aktuell genau so viel Geld aus wie vor der Coronakrise, sechs Prozent geben mehr und 42 Prozent weniger aus.

Mehrheit sieht Zukunft pessimistisch

Corona wird das Land nach Einschätzung der meisten Befragten noch lange belasten. 44 Prozent der Befragten glauben, dass Deutschland drei bis fünf Jahre benötigt, bis es sich von den Folgen der Corona-Pandemie erholt hat.

bah/dpa
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