Verbreitete Kurzarbeit Coronakrise kostet Bundesagentur 52 Milliarden

Coronafolgen belasten die Bundesagentur für Arbeit. Für Kurzarbeitergeld und andere Leistungen gab sie schon 52 Milliarden Euro aus – und könnte nächstes Jahr erneut einen Zuschuss des Bundes benötigen.
Aushang in Thüringen im November 2020: In der Gastronomie meldeten viele Betriebe Kurzarbeit an

Aushang in Thüringen im November 2020: In der Gastronomie meldeten viele Betriebe Kurzarbeit an

Foto: Müller-Stauffenberg / imago images

Die Bundesagentur für Arbeit hat ihre bisherigen Aufwendungen für die Coronakrise auf die immense Summe von rund 52 Milliarden Euro beziffert. In den Jahren 2020 und 2021 seien 24 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld, 18 Milliarden Euro für Sozialleistungen aus der Kurzarbeit und zehn Milliarden für pandemiebedingtes Arbeitslosengeld ausgegeben worden, sagte BA-Vorstandsmitglied Christiane Schönefeld in Berlin.

Zur Finanzierung der zusätzlichen Ausgaben sei die Rücklage der Bundesagentur in Höhe von fast 26 Milliarden Euro fast komplett aufgebraucht worden, sagte Schönefeld. Rund 24 Milliarden Euro habe der Bund zugeschossen, der Rest sei aus dem Haushaltsansatz bestritten worden.

Auch im nächsten Haushalt für 2022 klafft eine Lücke. Die Bundesagentur geht davon aus, dass sie rund eine Milliarde Zuschüsse des Bundes brauchen wird. Der Haushalt der Behörde wird normalerweise fast ausschließlich aus Beitragseinnahmen gespeist.

Schönefeld räumte ein, dass ein weiterer pandemiebedingter Lockdown mit dann möglicherweise einem neuen Schub an Kurzarbeit das Defizit vergrößern würde. Wenn es dabei bleibe, dass die Pandemie weitgehend mit den Mitteln der Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte bekämpft werden solle, könne der Ansatz ausreichen.

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