Zur Ausgabe
Artikel 28 / 60
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Berechnungen des Finanzministeriums Defizit im Staatshaushalt springt auf neun Prozent

Die schwarze Null ist in weiter Ferne: Wegen der Pandemie schnellen die Schulden von Bund, Ländern und Kommunen nach oben. Erst in den nächsten Jahren soll das Minus wieder deutlich sinken.
aus DER SPIEGEL 16/2021
Bundesfinanzminister Scholz

Bundesfinanzminister Scholz

Foto: Kay Nietfeld / picture alliance / dpa

Die Coronapandemie hinterlässt ihre Spuren in den öffentlichen Haushalten: In diesem Jahr klafft wegen der Maßnahmen zur Krisenbekämpfung eine enorme Lücke. Nach Berechnungen des Bundesfinanzministeriums beläuft sich das Staatsdefizit 2021 auf neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), mehr als doppelt so viel wie 2020.

Im kommenden Jahr wird das Minus von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen demnach auf drei Prozent sinken. 2023 soll es nur noch halb so hoch ausfallen, 2024 bei 0,5 Prozent liegen.

Erst für 2025 rechnen die Experten von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) wieder mit einem gesamtstaatlich ausgeglichenen Haushalt. Auch der Bund werde dann wieder ohne neue Kredite auskommen. Die Staatsverschuldung gemessen am BIP steigt dieses Jahr auf 74,5 Prozent von knapp 70 Prozent im vergangenen. Bis 2025 soll die Verschuldungsquote auf knapp über 69 Prozent fallen.

Die Projektionen sind Teil des Stabilitätsprogramms, das die Bundesregierung jedes Frühjahr an die EU-Kommission melden muss. Am kommenden Mittwoch will das Kabinett das Programm beschließen.

Aus: DER SPIEGEL 16/2021

Die Selbstzerstörung der Union

Zwei Parteichefs, zwei Ministerpräsidenten, ein Machtkampf und viele Verlierer: Der Zwist zwischen Armin Laschet und Markus Söder hat die Unionsparteien tief gespalten und wird sie lange schwächen.

Lesen Sie unsere Titelgeschichte, weitere Hintergründe und Analysen im digitalen SPIEGEL.

Zur Ausgabe
rei
Zur Ausgabe
Artikel 28 / 60
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel