Millionenschwerer Steuerbetrug Bundesweite Durchsuchungen im Cum-Ex-Skandal

Razzien im Cum-Ex-Skandal: Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat gemeinsam mit den hessischen Steuerfahndungsstellen bundesweit sieben Wohnungen und fünf Geschäftsräume durchsucht.
Die Frankfurter Behörden ermitteln im Cum-Ex-Skandal

Die Frankfurter Behörden ermitteln im Cum-Ex-Skandal

Foto: Ralph Peters/ imago images

In einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften hat die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main gemeinsam mit den hessischen Steuerfahndungsstellen bundesweit insgesamt zwölf Objekte durchsucht. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main in einem Schreiben mit.

Durchsucht wurden sieben Wohnungen von Beschuldigten und fünf Geschäftsräume verschiedener Unternehmen in Hessen (sechs Wohnungen und fünf Geschäftsräume) und Bayern (eine Wohnung). Zeitgleich wurde ein Objekt in den Niederlanden (eine Wohnung) durch niederländische Einsatzkräfte durchsucht.

Die sechs Beschuldigten sollen in den Jahren 2008 und 2009 als Mittäter Aktiengeschäfte um den Dividendenstichtag mit einem Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich getätigt haben.

Sie ließen sich dann Steuern erstatten, die tatsächlich nie gezahlt wurden. Aufgrund falscher Bescheinigungen sollen Steuererstattung von insgesamt 53,3 Millionen Euro ausgezahlt worden sein. Das Geld sei mittlerweile an die Finanzbehörden zurückgezahlt worden.

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Cum und Ex: Vereinfachtes Modell eines Dividendendeals

Foto: DER SPIEGEL


An dem bundesweiten Einsatz waren 6 Staatsanwältinnen und Staatsanwälte der Eingreifreserve und über 100 Beamtinnen und Beamte der Steuerfahndungsstellen aus Hessen und Bayern beteiligt.

flg/Reuters
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