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Finanzexperte David Marsh über Geldpolitik und Inflationsgefahr "Wir erleben das Ende der unabhängigen Notenbanken"

Der frühere Investmentbanker David Marsh kritisiert die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank Fed dafür, dass sie sich zu Erfüllungsgehilfen der Politik machten. Die Inflation sei nicht tot, sondern werde wieder zum Risiko.
Ein Interview von Tim Bartz
aus DER SPIEGEL 37/2020
Zentralbankkritiker David Marsh

Zentralbankkritiker David Marsh

Foto:

Peter Rigaud / DER SPIEGEL

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Der britische Finanzexperte und Publizist David Marsh, 68, ist ein Wanderer zwischen den Welten. In den Achtziger- und Neunzigerjahren arbeitete er als Journalist bei der "Financial Times", anschließend wechselte er ins Investmentbanking und wurde Berater. Marsh ist Brite, zugleich profunder Deutschlandkenner, Autor des Standardwerks "Die Bundesbank – Geschäfte mit der Macht" und Träger des Bundesverdienstkreuzes. Heute kümmert er sich in der von ihm mitgegründeten Denkfabrik OMFIF um seine Lieblingsthemen: Wirtschaftspolitik und Zentralbanken. Letztere, so meint er, verkämen zur verlängerten Werkbank der Regierungen, weil sie zunehmend Staatsfinanzierung betrieben.

SPIEGEL: Herr Marsh, die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat sich gerade von ihrem alten Inflationsziel verabschiedet und toleriert ab sofort Teuerungsraten über zwei Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte bald nachziehen. Kommt schon bald die Inflation zurück?

Marsh: Ich wäre nicht so defätistisch, aber klar ist: Es bahnt sich eine neue Ära an. Die Fed schränkt damit den Entscheidungsspielraum der EZB heftig ein.

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