Forderung von 710 Millionen Euro Hypo Alpe Adria verklagt BayernLB

Der Bayerischen Landesbank drohen weitere Verluste aus ihrem Abenteuer in Kärnten: Ihre ehemalige Tochter Hypo Group Alpe Adria klagt auf die Rückzahlung von 710 Millionen Euro von der BayernLB. Das Münchner Institut weist die Forderung als "völlig unbegründet" zurück.

BayernLB-Zentrale in München: Der Landesbank droht eine Klage
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BayernLB-Zentrale in München: Der Landesbank droht eine Klage


München - Die österreichische Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) verklagt ihr ehemaliges Mutterunternehmen, die Bayerische Landesbank (BayernLB), auf Rückzahlung von rund 710 Millionen Euro. Die 42-seitige Anklageschrift sei am Donnerstag beim Landgericht München eingereicht worden, sagte ein Sprecher der HGAA.

Bei dem Streit geht es um die Rückzahlung von Milliardensummen, die die BayernLB der HGAA überwiesen hatte, als diese noch ihr gehörte. Die BayernLB hatte das Kärntner Institut im Jahr 2007 übernommen und nach schweren Verlusten in den folgenden zwei Jahren zum symbolischen Preis von einem Euro an den österreichischen Staat weiterverkauft.

Dabei ist unklar, ob die BayernLB der HGAA das Geld einst als Kredit oder als Eigenkapital zur Verfügung stellte. Die Österreicher halten das Geld für Eigenkapital, das nicht zurückgezahlt werden müsse, und haben die Tilgung der Summe deswegen eingestellt. In der Klage fordert die HGAA nun zunächst 710 Millionen von insgesamt 2,3 Milliarden Euro zurück, die bereits als Tilgungs- und Zinszahlungen an die BayernLB geflossen waren. Andernfalls wäre dieser Teil der Ansprüche am vergangenen Donnerstag verjährt.

"Wir haben versucht, einen Verjährungsverzicht mit der Bayerischen Landesbank zu vereinbaren", sagte Donig. "Das ist abgelehnt worden, deshalb sind wir verpflichtet, unsere Ansprüche geltend zu machen." Die Landesbank hielt auf Anfrage des Blatts dagegen: "Die BayernLB sieht derartige Ansprüche der HGAA grundsätzlich als vollkommen unbegründet an."

ade/dpa/Reuters

insgesamt 9 Beiträge
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gamh 23.08.2013
1. Kredit oder Eigenkapital
Wie blöde müssen diese Bayern-Banker eigentlich sein? Überweisen Milliardenbeträge, ohne das Ganze rechtlich niet- und nagelfest zu machen. Ich glaub´s nicht! Aber der bayerische Steuerzahler hat´s ja. Tja, ihr Spezls, gut gemacht. Muss ein dolles Abenteuer gewesen sein.
horstschmitzberger 23.08.2013
2. aber wir wähen sie wieder...
Wie dämlich müßen wir Bayern sein? In den verantwortlichen Gremien saßen die Granden der CSU , Stöiber, Huber , Schmid und ihre regionalen Chargen, genau die die wir jetzt mit scheinbarer unbedarftheit und lässigen, mir san mir, mit 47% das Mandat für das verschleudern unseres Gelds in den nächsten 4 Jahren das Mandat geben. Ja Bayeren ist schön und reich, aber trotz der CSU nicht wegen..
steupperg45 23.08.2013
3. juristenluschen
Dabei dürften in dem Unternehmen examinierte und exquisit bezahlte Juristen in erheblicher Zahl zugange sein, aber keiner von denen schien in der Lage oder willens den Finger zu heben, bei all den Abenteuern. Oder die wurden von den Parteibuchhaltern angewiesen, im Sinne der Obrigkeit das Ding durchzuziehen.
guteronkel 23.08.2013
4. optional
Ich kann mich nicht erinnern, dass die Ganden der CSU von der bayerischen Amigo-Justiz angeklagt wurden. Stoiber, Huber, und und und. Sie alle hatten ihre Finger bei dem "Deal" drin. Bislang hörte ich nur, dass Nicht-CSU-Mitglieder von der Justiz angeklagt und verurteilt wurden. Warum ist das so? SPON, bitte ermitteln und informieren uns !!!
raber 24.08.2013
5. optional
Ein Grund mehr damit die BayernLB nicht ihre Club-Anlagen behält. Schliesslich müssen sie ihre Schulden bezahlen.
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