Studie zu deutschen Großstädten Debatte um Mietpreisbremse treibt Mieten in die Höhe

Die Diskussion um die Mietpreisbremse sorgt offenbar für Torschlusspanik bei Hausbesitzern. Laut einer Studie sind die Mieten in Großstädten zuletzt besonders stark gestiegen.
Wohnungsbau in Köln: Grüne fordern schnelle Umsetzung

Wohnungsbau in Köln: Grüne fordern schnelle Umsetzung

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa

Frankfurt am Main - Die Debatte über die Einführung einer Mietpreisbremse hat einem Bericht zufolge offenbar das Gegenteil bewirkt. Die "Rhein-Neckar-Zeitung" berichtet in ihrer Donnerstagsausgabe unter Berufung auf eine Studie für die Bundestagsfraktion der Grünen, dass die Mieten vor allem in den städtischen Ballungsräumen künstlich befeuert anzögen. Die Analyse des Mietmarkts in elf Städten ergab demnach, dass die Mieten "zeitlich parallel zu den politischen Ankündigungen bezüglich einer Mietpreisbremse" deutlich angestiegen seien.

Dies spreche dafür, dass die Vermieter, so lange sie noch könnten, "vorsorglich" handelten, um den möglichen Folgen eines solchen Gesetzes zu begegnen, zitiert die Zeitung aus der Studie. Der Grünen-Bauexperte Chris Kühn fordert die Regierung vor diesem Hintergrund zum raschen Handeln auf. "Durch die Ankündigungen ohne konsequente Umsetzung hat die Große Koalition die Kosten immer wieder angeheizt", sagt er in der "Rhein-Neckar-Zeitung". Die Mietpreisbremse müsse nun "schnellstmöglich in die Tat umgesetzt" werden.

Der Bundestag berät am Donnerstag über den Gesetzentwurf. Die "Bild"-Zeitung berichtet dazu unter Berufung auf ein Gutachten des Eigentümerverbands Haus & Grund, dass das geplante Gesetz verfassungswidrig sei. Der aktuelle Gesetzentwurf verletze das Eigentumsrecht der Haus- und Wohnungseigentümer, zitiert die Zeitung aus dem Gutachten. Durch die Mietpreisbremse sei die Wirtschaftlichkeit der Wohnraumvermietung nicht mehr gewährleistet. Vermieter würden sich deshalb vom Markt zurückziehen.

mik/AFP