Interessenkollision Deutsche Bank soll Geschäfte mit Trump offenlegen

Die Deutsche Bank gehört zu den größten Gläubigern von Donald Trump. Demokraten im US-Senat sehen darin einen Interessenkonflikt - und fordern die Offenlegung der Geschäftsbeziehung.
Büro der Deutschen Bank in New York

Büro der Deutschen Bank in New York

Foto: Mark Lennihan/ AP

Der demokratische Senator Chris Van Hollen fordert von der Deutschen Bank Informationen zu ihren Geschäftsbeziehungen mit US-Präsident Donald Trump. Er habe "große Bedenken wegen Interessenkonflikten zwischen der Deutschen Bank und dem Präsidenten der Vereinigten Staaten und wie diese Konflikte laufende Untersuchungen und die Aufsicht über ihre Institution beeinflussen könnten", schrieb van Hollen in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief an den Chef der Deutschen Bank USA.

Die Deutsche Bank   solle bis zum 12. Mai Informationen über Trumps Schulden und Treffen der Bank mit Mitgliedern von Trumps Regierung liefern.

Der Immobilienmilliardär habe zwei Kredite und zwei Hypotheken von der Deutschen Bank erhalten, schrieb van Hollen unter Berufung auf frühere Veröffentlichungen. Die Darlehen summierten sich demnach auf rund 340 Millionen Dollar. Weitere 950 Millionen Dollar seien an ein Projekt gegangen, an dem Trump einen 30-prozentigen Anteil halte. Das Mitglied im Bankenausschuss des US-Senats wies zudem darauf hin, dass Trumps Schwiegersohn Jared Kushner eine millionenschwere Kreditlinie der Deutschen Bank erhalten habe.

Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Auch vom Weißen Haus war kein Kommentar zu erhalten.

Die Deutsche Bank versucht derzeit, ihre Kredite an Trump neu zu ordnen, um somit eine persönliche Garantie des US-Präsidenten im Falle von Zahlungsschwierigkeiten erst gar nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Mehr dazu lesen Sie hier.

mik/Reuters
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