Herbstaufschwung Arbeitslosenquote fällt auf 4,9 Prozent

Im Oktober waren nur noch 2,2 Millionen Menschen auf der Suche nach einem Job. Die Arbeitslosenquote ist damit erstmals seit Jahrzehnten unter fünf Prozent gesunken.
Baustelle in München

Baustelle in München

Foto: Alexander Heinl/ picture alliance / Alexander Heinl/dpa

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober weiter gefallen - auf 2,204 Millionen Arbeitslose, wie die Behörde am Dienstag in Nürnberg mitteilte . Das seien 53.000 weniger als im September und 185.000 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 4,9 Prozent zurück und damit erstmals seit der Wiedervereinigung unter fünf Prozent. In Westdeutschland hatte die Arbeitslosenquote zuletzt im Juni 1981 unter fünf Prozent gelegen - bei damals 4,8 Prozent. Die Zahl lässt sich aber kaum mit der des wiedervereinigten Deutschlands vergleichen.

Die offizielle Arbeitslosenzahl der Bundesagentur gibt zudem nicht die tatsächliche Größe der Arbeitslosigkeit wieder. So sind, wenn man etwa Arbeitslose in Beschäftigungsmaßnahmen oder arbeitsunfähig Erkrankte mitrechnet, im Oktober 3,14 Millionen Menschen ohne Job gewesen. Diese sogenannte Unterbeschäftigung ist allerdings ebenfalls zurückgegangen - und zwar um 223.251 im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Im September waren erstmals seit der Wiedervereinigung mehr als 45 Millionen Menschen in Lohn und Brot, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Dies waren 557.000 mehr als im Vorjahresmonat.

Die gute Konjunktur sorgt bereits seit einigen Jahren für einen Rückgang bei der Arbeitslosigkeit und zugleich für deutlich mehr Beschäftigung. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresschnitt 2019 auf 45,3 Millionen steigt und damit rund eine Million über dem Wert von 2017 liegt.

"Das Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung setzt sich fort", teilte BA-Chef Detlef Scheele mit, "und die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen pendelt sich auf einem sehr hohen Niveau ein."

ssu/dpa/Reuters