Frühjahrsbelebung Arbeitslosenzahl sinkt auf 2,3 Millionen

Obwohl die Konjunktur schwächelt, ist die Arbeitslosenquote auf 5,1 Prozent gesunken. Grund ist unter anderem die bessere Witterung.

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Mit der saisonal üblichen Frühjahrsbelebung auf dem Jobmarkt ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im März deutlich gesunken. "Obwohl der konjunkturelle Rückenwind nachgelassen hat, entwickelt sich der Arbeitsmarkt alles in allem weiter günstig", sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheel.

Die Behörde registrierte 2,3 Millionen Arbeitslose. Das waren 72.000 weniger als im Februar und 157.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Erwerbslosenzahl im Monatsvergleich um 7000 zurück.

Steigende Temperaturen sorgen den Fachleuten zufolge gerade auf Baustellen, in Gärtnereien und in der Gastronomie wieder für mehr Beschäftigung. Dadurch sinkt in Deutschland alljährlich die Arbeitslosigkeit um diese Zeit. Und auch die positive Grundtendenz auf dem Arbeitsmarkt halte weiter an, so die Experten - auch wenn die Dynamik spürbar nachlasse.

Zahl der offenen Stellen steigt

Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen erfasst, die gerade beispielsweise an einer Weiterbildung teilnehmen, lag bei 3,3 Millionen. Sie sank saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 9000. Bei der Bundesagentur waren zugleich 797.000 offene Stellen gemeldet - 19.000 mehr als vor einem Jahr.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes im Februar bei 44,8 Millionen - das war ein Plus von 39.000 im Vergleich zum Vormonat, zum Vorjahr waren es 482.000 Erwerbstätige mehr.

Der Anstieg beruht laut BA weitgehend auf mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Deren Zahl hat laut Hochrechnungen der Bundesagentur von Dezember auf Januar saisonbereinigt um 61.000 zugenommen. Damit hatten 33,2 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job - 660.000 mehr als ein Jahr zuvor.

beb/dpa/Reuters



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