Konjunktur Bundesbank erhöht Wachstumsprognose deutlich

Das Ausland kauft immer mehr deutsche Industriegüter - und befeuert so den Aufschwung in Deutschland. Die Bundesbank schraubt deshalb ihre Wachstumsprognose für 2017 und 2018 hoch.

Bauarbeiter in Frankfurt am Main (Symbolbild)
DPA

Bauarbeiter in Frankfurt am Main (Symbolbild)


Der Konjunkturaufschwung in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Bundesbank noch weiter verstärken. Die deutsche Wirtschaft werde in diesem Jahr um 2,6 Prozent und 2018 um 2,5 Prozent wachsen. Bei ihrer letzten halbjährlich vorgelegten Wachstumsprognose im Juni hatte sie noch mit 1,9 Prozent Zuwachs im laufenden Jahr und 1,7 Prozent 2018 gerechnet.

Die deutsche Wirtschaft profitiere von einer starken Nachfrage nach Industriegütern aus dem Ausland, zudem kurble die gute Lage am Arbeitsmarkt den privaten Konsum und den Wohnungsbau an. "Wir werden nicht nur im laufenden Winterhalbjahr ein anhaltend hohes konjunkturelles Grundtempo sehen, sondern auch im weiteren Verlauf des Jahres 2018 wird die deutsche Wirtschaft kräftig expandieren", sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

Allerdings werde der breit angelegte, kräftige Aufschwung "reifer" und sich daher mittelfristig abschwächen. In den Jahren 2019 und 2020 sei dann noch mit einem Wachstum von 1,7 und 1,5 Prozent zu rechnen.

beb/dpa



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
marialeidenberg 15.12.2017
1. Und das Geschrei und Gezeter
wg. der deutschen Exportüberschüsse wird erneut anschwellen. Die Beschwerdeführer müssen dann eben im eigenen Beritt zu dirigistischen Maßnahmen wie Devisenbewirtschaftung (im Euro-Raum Import-Lizenzen) greifen. Freier, globaler Freihandel geht allerdings anders.
axelmueller1976 15.12.2017
2. Bitte nur den Saldo von Target 2 ansehen
Der Target 2 Saldo von Deutschland wird bald die 1 Billionen-Grenze überschreiten. Die billigsten Kredite für die EURO-Länder sind das Target 2-Bezahlsystem. Allein Italien hat in Deutschland ca. 500 Milliarden offene Posten.
muellerthomas 15.12.2017
3.
Zitat von marialeidenbergwg. der deutschen Exportüberschüsse wird erneut anschwellen. Die Beschwerdeführer müssen dann eben im eigenen Beritt zu dirigistischen Maßnahmen wie Devisenbewirtschaftung (im Euro-Raum Import-Lizenzen) greifen. Freier, globaler Freihandel geht allerdings anders.
Freier Handel geht mit frei schwankenden Währungen. Gibt es eine solche nicht, müssen andere Maßnahmen diese fehlende Flexibilität flankieren.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.