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Umfrage zum Arbeitsmarkt Große Mehrheit der Deutschen ist für höheren Mindestlohn

In der Debatte um die Höhe des Mindestlohns in Deutschland scheint die Meinung der meisten Bürger klar. Laut einer Umfrage im Auftrag des DGB hält eine deutliche Mehrheit den aktuellen Stand für zu niedrig.
aus DER SPIEGEL 25/2020
Mitarbeiter im Einzelhandel: 78 Prozent der Befragten für 12 Euro Mindestlohn

Mitarbeiter im Einzelhandel: 78 Prozent der Befragten für 12 Euro Mindestlohn

Foto: Tobias Hase / picture alliance / dpa

Eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung wünscht sich eine bessere Bezahlung im Niedriglohnbereich. 86 Prozent halten den aktuellen Mindestlohn von 9,35 Euro brutto pro Stunde für zu niedrig, wie aus einer repräsentativen Umfrage hervorgeht, die das Marktforschungsinstitut Kantar im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) durchgeführt hat.

Die Befragten sind sich dabei bemerkenswert einig - der Wunsch nach höheren Mindestlöhnen zieht sich durch alle Alters- und Einkommensgruppen. Vor allem SPD-Anhänger (98 Prozent) halten die Lohnuntergrenze für zu niedrig, aber selbst eine knappe Mehrheit der FDP-Anhänger (55 Prozent) teilt diese Meinung.

Eine Anhebung auf 12 Euro pro Stunde, wie die Sozialdemokraten sie fordern, befürworten 78 Prozent aller Befragten. Die Lohndebatte wird auch durch die Coronakrise geprägt. 93 Prozent fordern, die Leistung von Beschäftigten in "gesellschaftlich wichtigen Bereichen wie Gesundheitsversorgung, Gebäudereinigung und in Supermärkten" durch eine bessere Bezahlung zu honorieren. Die Befragung fand bis Anfang Juni statt.

DER SPIEGEL 25/2020

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