Immobilien Preise für Wohnungen und Häuser steigen um fast sieben Prozent

2016 sind Wohnungen und Häuser in Deutschland um durchschnittlich 6,6 Prozent teurer geworden. Das ergab eine Auswertung von Kaufverträgen. Es ist der stärkste Anstieg seit mindestens zehn Jahren.
Immobilien (auf Rügen)

Immobilien (auf Rügen)

Foto: Stefan Sauer/ picture alliance / dpa

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt zeigt keine Anzeichen von Entspannung: Wohnungen und Häuser in Deutschland sind nach Bankenangaben im vergangenen Jahr durchschnittlich 6,6 Prozent teurer geworden. Für Gewerbeimmobilien gingen die Preise um sechs Prozent nach oben, wie der Verband Deutscher Pfandbriefbanken bei der Vorstellung des vdp-Immobilienpreisindex  mitteilte. Das sind die stärksten Preissteigerungen seit mindestens einem Jahrzehnt.

Obwohl mehr gebaut werde, habe sich die Nachfrage nach Wohnimmobilien nicht entspannt, sagte Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Hintergrund sind weiterhin das stabile Wachstum der deutschen Wirtschaft und niedrige Zinsen, wie der Verband mitteilte.

Mit 7,1 Prozent sind demnach besonders selbst genutzte Eigentumswohnungen teurer geworden, Eigenheime erreichten ein Plus von 6,5 Prozent. Anders als viele Indizes, die auf Angebotspreisen in Inseraten beruhen, bezieht sich der Verband auf tatsächliche Kaufverträge.

Eine ähnliche Entwicklung zeige bei der Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern, die ebenfalls vor allem von Investoren gekauft werden. Wegen der niedrigen Zinsen steigen die Preise mittlerweile schneller als die Wohnungsmieten.

Zum ersten Mal seit dem ersten Quartal 2014 sind auch die Preise für gewerbliche Immobilien stärker gestiegen als diejenigen für Wohnimmobilien. Der entsprechende Index verzeichnete ein Plus von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien von in- und ausländischen Investoren hat zum Jahresende hin nochmals spürbar zugenommen.

Weil es internationale Investoren derzeit besonders auf Bürogebäude abgesehen haben, steigen auch die Gewerbemieten wieder stärker.

nck/dpa
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