Deutschlands Muster-Immigranten Zugewandert, integriert, erfolgreich

CSU-Chef Seehofer schürt die Stimmung gegen Zuwanderer aus der Türkei und arabischen Ländern. Tatsächlich sind viele von ihnen bestens in Deutschland integriert - auch prominente. SPIEGEL ONLINE beschreibt, wer und was dem Land fehlen würde.

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Hamburg - Seehofer macht den Sarrazin: Für seine These, Deutschland brauche "keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen", da sich "Zuwanderer aus der Türkei und arabischen Ländern insgesamt schwerer tun", kassiert der CSU-Chef dieser Tage heftige Schelte.

Aus Sicht von Wirtschaftsvertretern geht Seehofers Forderung völlig an der Realität vorbei. "Wer Deutschland abschotten will, verkennt die Probleme unseres Landes", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Hans Heinrich Driftmann dem "Handelsblatt". "Wir brauchen qualifizierte Zuwanderung aus aller Welt."

Selbst aus der Schwesterpartei CDU hagelt es noch am Dienstag Kritik: "Wir brauchen die Zuwanderung von Qualifizierten und Hochqualifizierten, es ist unerheblich, aus welchem Kulturkreis sie kommen", sagte etwa Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann der "Neuen Presse".

Seehofer ließ die Debatte zwei Tage laufen - und interpretierte sich dann selbst neu. Das Wort "Zuwanderungsstopp" habe er nicht in den Mund genommen. Er habe lediglich sachlich zu der Frage Stellung genommen, ob zusätzliche ausländische Fachkräfte nach Deutschland kommen sollen. Es ist das wiederkehrende Muster des CSU-Vorsitzenden: provozieren, Wirkung abwarten, klarstellen - falls nötig. Das Kalkül: Ein Signal an die konservative Belegschaft senden. Seehofer hat so die Integrationsdebatte erneut befeuert und ihr zugleich einen bitteren Beigeschmack gegeben. Denn der Chef der Christlich-Sozialen Union unterteilt faktisch Zuwanderer in angeblich gute und schlechte, in nichtmuslimische und muslimische.

Was wäre Deutschland ohne Einwanderer aus dem Nahen Osten? SPIEGEL ONLINE beschreibt Personen aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness, ohne die das Land viel ärmer wäre - nicht so vielfältig und facettenreich:

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Pacolito, 12.10.2010
1. Hmm...
Zitat von sysopDeutschland braucht keine zusätzlichen Fachkräfte aus dem Ausland* - sagt CSU-Chef Seehofer und befeuert mit umstrittenen Äußerungen die Integrationsdebatte. SPIEGEL ONLINE beschreibt, wer und was dem Land fehlen würde, wenn*die Idee des CSU-Chefs wahr würde. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,722404,00.html
Mag ja sein. Aber wäre der Anteil oben genannter Menschen nicht noch sehr viel größer, wenn wir statt Türken und Arabern Südamerikaner, Südostasiaten oder Westafrikaner aufgenommen hätten? Die Diskussion entzündete sich auch nicht an der verhältnismäßig kleinen Gruppe, die "es geschafft" hat...
donfuan, 12.10.2010
2.
man soll nie aus Einzelfällen auf's große Ganze schliessen. Insofern man wieder "Journalismus" der untersten Schublade.
mementomori 12.10.2010
3. ach, ja ...
jetzt werden wieder ein paar musterbeispiele herangezerrt, um zu suggerieren, dass ja alle türken und araber sich soooo prima integrieren. schön wär's .... träumen wir weiter.
ziza 12.10.2010
4. falsche reihfolge
Zitat von sysopDeutschland braucht keine zusätzlichen Fachkräfte aus dem Ausland* - sagt CSU-Chef Seehofer und befeuert mit umstrittenen Äußerungen die Integrationsdebatte. SPIEGEL ONLINE beschreibt, wer und was dem Land fehlen würde, wenn*die Idee des CSU-Chefs wahr würde. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,722404,00.html
eine kleine korrektur: zugewandert, erfolgreich, integriert!
maumi. 12.10.2010
5. schillernden und Vorzeige-Menschen
Zitat von sysopDeutschland braucht keine zusätzlichen Fachkräfte aus dem Ausland* - sagt CSU-Chef Seehofer und befeuert mit umstrittenen Äußerungen die Integrationsdebatte. SPIEGEL ONLINE beschreibt, wer und was dem Land fehlen würde, wenn*die Idee des CSU-Chefs wahr würde. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,722404,00.html
Wieder eine dieser Artikel, die völlig am gegenwärtigen Problem vorbei, auf die schillernden und Vorzeige-Menschen weisen, die es geschafft haben, aber keineswegs für die übergroße Mehrzahl der "Problemmigranten" aussagekäftig ist.
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