Dickes Plus Jungrentner sollen mehr hinzuverdienen können

Viele Ruheständler sollen ihre Rente bald deutlich stärker aufbessern können als bisher: Wer vor 65 mit dem Job aufhört, kann laut einem Zeitungsbericht künftig so viel dazuverdienen, bis das letzte Bruttogehalt erreicht ist. Bisher sind nur maximal 400 Euro im Monat erlaubt.
Rentner auf einer Parkbank: Änderung soll bis Ende 2011 umgesetzt sein

Rentner auf einer Parkbank: Änderung soll bis Ende 2011 umgesetzt sein

Foto: MATTHIAS RIETSCHEL/ AP

Berlin - Auspacken im Supermarkt, Zeitung austragen oder noch ein paar Stunden im alten Beruf arbeiten: Viele Rentner jobben auch nach dem Eintritt in den Ruhestand weiter. Bislang dürfen sie jedoch nur 400 Euro nebenbei verdienen. Jetzt will die Koalition laut "Bild"-Zeitung nachbessern.

Wie die Zeitung unter Berufung auf die FDP berichtet, hat sich die Koalition auf eine Änderung der Zuverdienstgrenzen verständigt. Die Neuregelung gilt für alle, die beim Eintritt in die Altersrente jünger als 65 Jahre sind. Sie sollen künftig mit Rente und Zuverdienst maximal das letzte Bruttogehalt erreichen dürfen. Die Änderung soll bis Ende 2011 umgesetzt werden.

Eine Verkäuferin mit einem letzten Bruttogehalt von 2200 Euro im Monat und einer Altersrente von 730 Euro könne dann mit einer Tätigkeit fast 1500 Euro monatlich zusätzlich verdienen, ohne Einbußen bei der gesetzlichen Rente hinnehmen zu müssen, schreibt die Zeitung.

Von der Neuregelung sind demnach voraussichtlich weit mehr als 300.000 der etwas mehr als 700.000 Neurentner im Jahr betroffen. An den derzeitigen Zugangsregeln zur Altersrente soll sich allerdings nichts ändern.

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Heinrich Kolb, bestätigte das Vorhaben. "Die Regelung ermöglicht älteren Menschen, schrittweise in Ruhestand zu gehen", sagte Kolb der Zeitung. Auch die Wirtschaft profitiere. "Mit der Änderung wird zugleich Firmen geholfen, ältere Arbeitskräfte zu gewinnen oder zu halten."

yes/dpa
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