Haushaltsplus Forscher warnen Merkel vor Wahlgeschenken

"Die Spielräume im Haushalt dürfen nicht verpulvert werden": Das DIW warnt Kanzlerin Merkel vor sozialen Wohltaten im Wahlkampf. Für das kommende Jahr rechnen die Forscher mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum.

Kanzlerin Merkel: Forscher fordern gezielte Investitionen
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Kanzlerin Merkel: Forscher fordern gezielte Investitionen


Berlin - Der deutsche Staat sollte die Haushaltsüberschüsse nach Ansicht des DIW nicht für Wahlgeschenke ausgeben. Im laufenden und kommenden Jahr werde der Staat ein Plus von 12,2 Milliarden Euro machen, haben die Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung errechnen. Im Verhältnis zur Wirtschaftskraft entspreche dies einem Plus von 0,1 und 0,4 Prozent - zugelassen in der Euro-Zone ist sogar ein Defizit von drei Prozent.

Das DIW appellierte an die Regierung, die Überschüsse zu nutzen, um das Wachstumspotential durch gezielte Investitionen langfristig zu stärken. "Die gewonnenen Spielräume im Haushalt dürfen nicht für Wahlgeschenke verpulvert werden, etwa für eine Erhöhung staatlicher Transfers", sagte DIW-Finanzexpertin Kristina van Deuverden. "Das wäre falsch."

Kanzlerin Angela Merkel hatte vor kurzem ein Entlastungsprogramm in Milliardenhöhe angekündigt. Dazu zählen eine stärkere steuerliche Förderung von Kindern, mehr Kindergeld, höhere Renten für Mütter und eine Mietpreisbremse. Die CDU stößt damit auf heftige Kritik - nicht nur bei der Opposition, sondern auch beim Koalitionspartner FDP.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) traut der heimischen Konjunktur nach der jüngsten Delle wieder deutlich bessere Zeiten zu. "Trotz Schwächephase im Winterhalbjahr behauptet sich die deutsche Wirtschaft gut und wird vor allem im kommenden Jahr kräftig wachsen", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher. Nun kämen auch langsam Impulse aus der Weltwirtschaft und Europa. Die Rezession im Euroraum schwäche sich nach und nach ab.

Für Deutschland senkten die Forscher wie zuletzt andere Banken und Institute ihre Wachstumsprognose 2013 zwar auf 0,4 von 0,7 Prozent. Für das nächste Jahr sind die Berliner jedoch optimistischer: Sie rechnen mit einem Anstieg der Wirtschaftskraft um 1,8 Prozent. Zuletzt hatten sie nur ein Plus von 1,6 Prozent veranschlagt.

cte/Reuters



insgesamt 21 Beiträge
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Seite 1
zitzewitz 19.06.2013
1. Da gibts nur eine Ausnahme
Zitat von sysopAFP"Die Spielräume im Haushalt dürfen nicht verpulvert werden": Das DIW warnt Kanzlerin Merkel vor sozialen Wohltaten im Wahlkampf. Für das kommende Jahr rechnen die Forscher mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/diw-forscher-warnen-merkel-vor-wahlgeschenken-a-906645.html
Es sei denn, das Verpulvern dienst der alternativlosen Rettung systemrelevanter Rotweinstaaten und deren Pleitebanken.
pacificwanderer 19.06.2013
2. That's
Kaffeesatz!
mooky 19.06.2013
3. Erikal Merkel darf tun und lassen was sie will
und wer das noch nicht verstanden hat, gehe bitte zur nächsten Wahl und wähle sie ab.
Gerdtrader50 19.06.2013
4. Die Forscher warnen unentwegt
Nimm denen doch mal die dicken Gehälter ab, dann sollste mal sehen, wie diese Großsprecher blitzschnell ihre Klappe zuhalten. Das ist ja fürchterlich. Wo waren denn die ganzen Koryphäen, (Ausnahmen bestätigen die Regel) als der Onkel Kohl mit seinem Onkel Mitterand in versuchter Beihilfe von Tante Maggie die Schrottwährung eingeführt hat in Missachtung des Volkswillens, die Franzosen die Normalos an der Nase herumführten, damit sie dafür stimmten und die einzig Cleveren in diesem Kontinent waren die Inselbewohner, die haben dem Maggie was gehustet im Plebiszit. Motto muss lauten: Forscher: Schnauze halten, Gehalt kassieren, leben wie die Fürsten und Ruhe herrscht im Stall. Kein Mensch interessiert das Gebabbel dieser Typen, es reicht schon gerade, was die Semiintelligenten aus dem Politikbereich absondern, da wirds einem schon speiübel.
juergw. 19.06.2013
5. Wahlgeschenke üblich...
Zitat von sysopAFP"Die Spielräume im Haushalt dürfen nicht verpulvert werden": Das DIW warnt Kanzlerin Merkel vor sozialen Wohltaten im Wahlkampf. Für das kommende Jahr rechnen die Forscher mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/diw-forscher-warnen-merkel-vor-wahlgeschenken-a-906645.html
aber meistens nur leere Versprechungen.Das DIW sollte sich dafür einsetzen das die Milliardensubventionen für die Industrie reduziert werden.
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