Dollar-Zukäufe China hortet 3,2 Billionen Dollar Währungsreserven

Mit massiven Devisenkäufen soll der Kurs des Yuan gedrückt werden: Chinas Reserven ausländischer Währung sind auf 3,2 Billionen Dollar angestiegen. Handelspartner kritisieren die Währungspolitik.
Devisengeschäfte: Chinas Zentralbank unterstützt Exportwirtschaft

Devisengeschäfte: Chinas Zentralbank unterstützt Exportwirtschaft

Foto: STRINGER SHANGHAI/ REUTERS

Peking - Die chinesische Zentralbank kauft weiter fleißig ausländische Währungen. Gegenüber dem Vorjahr haben die chinesischen Devisenreserven um ein Drittel zugenommen und belaufen sich nun auf fast 3,2 Billionen Dollar. Das berichtet die chinesische Zentralbank am Dienstag in Peking.

Chinas Geldpolitik hat vor allem ein Ziel: die chinesische Wirtschaft stützen. Ein niedriger Kurs des Yuan verbilligt Produkte "Made in China" auf dem Weltmarkt und kurbelt den Export an. Die USA und andere Handelspartner kritisieren diese Taktik als unfairen Preisvorteil.

Doch die Anhäufung von Dollar und Co. kann auch zum Problem werden. Während europäische Länder versuchen Schuldenberge abzubauen, versucht China den Reichtum zu verwalten. Der Zuwachs von ausländischem Kapital lässt die Geldmenge anschwellen und die Verbraucherpreise steigen.

Trotz staatlicher Eingriffe, könnte die Inflationsrate dieses Jahr im Schnitt bei fünf Prozent liegen. Im Juni erreichte der Preisanstieg mit 6,4 Prozent den höchsten Stand seit drei Jahren. In Europa liegt die Inflationsrate zur Zeit bei etwas über zwei Prozent. Hohe Lebensmittel- und Rohstoffpreise führen in China immer wieder zu Unruhen.

ang/dpa