Weltwirtschaft EZB warnt vor Gefahren durch Trumps Politik

Wie gefährlich ist Donald Trump für die Weltwirtschaft? Die Europäische Zentralbank muss traditionell diplomatisch sein. In ihrem jüngsten Bericht finden die Währungshüter trotzdem deutliche Worte.
Container im Hamburger Hafen: Welthandel in Gefahr

Container im Hamburger Hafen: Welthandel in Gefahr

Foto: Jörn Pollex/ picture alliance / dpa

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht in der US-Regierung unter Präsident Donald Trump ein Risiko für die Weltwirtschaft. "Es gibt beachtliche politische Unsicherheit rund um die Absichten der neuen US-Administration bezüglich der Fiskal- und insbesondere der Handelspolitik, wobei letzteres potenziell deutliche negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft mit sich bringt", heißt es in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Artikel aus dem EZB-Wirtschaftsbericht.

Seit seiner Amtsübernahme hat sich Trump über Institutionen der internationalen Zusammenarbeit verächtlich geäußert, darunter auch über die Welthandelsorganisation. Dies löste Sorgen aus, dass die USA künftig Probleme ohne die Einbindung internationaler Organisationen angehen und auf eine protektionistische Handelspolitik umschwenken könnten.

Insgesamt gebe es zwar Hinweise, dass über das vergangene Jahr hinweg die Risiken für das weltweite Wachstum zurückgegangen seien. Die erwartete Erholung der Weltwirtschaft stehe aber unter Vorbehalten und sei "stark abhängig" von der Unterstützung durch die Geld- und Fiskalpolitik - also von niedrigen Zinsen und hohen staatlichen Investitionen.

stk/dpa/Reuters
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