Handelsstreit Trump fordert Ende von Chinas Agrarzöllen

US-Präsident Donald Trump sieht bei den Handelsgesprächen mit China Fortschritte. Nun hat er Peking ermahnt, "unverzüglich alle Zölle" auf landwirtschaftliche Produkte aus den USA zu streichen.
US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump

Foto: Evan Vucci/ AP

Bei den Gesprächen im Handelsstreit zwischen den USA und China zeichnen sich Fortschritte ab. Nun hat US-Präsident Donald Trump die Volksrepublik dazu aufgerufen, alle Importzölle auf US-Agrargüter sofort abzuschaffen. "Das ist sehr wichtig für unsere großartigen Landwirte - und für mich", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Trump begründete seine Forderung mit dem positiven Verlauf der Verhandlungen im Handelsstreit mit China sowie seiner Entscheidung, auf die Anhebung von US-Strafzöllen auf chinesische Waren vorerst zu verzichten. Trump hatte am Sonntag die Frist für eine Einigung mit Peking, die eigentlich am Freitag enden sollte, verlängert. Am 1. März wäre offiziell ein 90-tägiger "Waffenstillstand" zu Ende gegangen, den beide Seiten beim G20-Gipfel Anfang Dezember in Argentinien vereinbart hatten.

Die USA hatten mit neuen Strafzöllen gedroht, wenn es bis dahin keine Einigung gegeben hätte. Die Sonderzölle auf Importe aus China im Umfang von 200 Milliarden US-Dollar hätten dann nach den Plänen Washingtons von derzeit 10 auf 25 Prozent erhöht werden können. Trump hatte betont, dass er bereit sei, keine weiteren Zölle zu erheben, solange die Verhandlungen erfolgversprechend weiterliefen.

Zuletzt schürte der US-Präsident Hoffnungen auf eine rasche Lösung des Handelskonflikts. Sein Wirtschaftsberater Larry Kudlow erklärte am Donnerstag, beide Länder stünden kurz vor einem "historischen" Abkommen. Noch im März soll ein Gipfeltreffen zwischen Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping stattfinden.

Der Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatte seit einem Jahr rund um den Globus die Furcht vor einem Einbruch der Konjunktur geschürt. Die USA und China überzogen sich mit Strafzöllen auf Waren in einem Gesamtwert von mehr als 360 Milliarden Dollar. Trump ist das US-Handelsdefizit mit China ein Dorn im Auge. Er beschuldigt Peking unfairer Praktiken.

asc/dpa/AFP/Reuters
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