Bericht der "New York Times" Trump soll mit Firmen Milliardenverlust gemacht haben

Der "New York Times" liegen eigenen Angaben zufolge bisher unbekannte Finanzunterlagen von US-Präsident Trump vor: Demnach machte er für seine Firmen zwischen 1985 und 1994 mehr als eine Milliarde Dollar Verlust geltend.

"NYT" über Donald Trump: "Ein Jahrzehnt in den roten Zahlen"
ERIK S LESSER/EPA-EFE/REX

"NYT" über Donald Trump: "Ein Jahrzehnt in den roten Zahlen"


Donald Trump rühmt sich gerne mit seinem Erfolg als Geschäftsmann und mit seinem Reichtum. Wie genau es um die Finanzen des US-Präsidenten bestellt ist, ist allerdings nach wie vor unklar: Entgegen der Gepflogenheiten hat Trump seine Steuerunterlagen bisher nicht veröffentlicht. Erst am Montag bekräftigte Finanzminister Steven Mnuchin, dass er der Forderung des für Steuerrecht zuständigen Ausschusses im Repräsentantenhaus nicht nachkommen werde, die privaten und geschäftlichen Steuererklärungen Trumps herauszugeben. Der Streit zwischen Trump und der Opposition darum wird also weitergehen.

Am Dienstag nun veröffentlichte die "New York Times" einen ausführlichen Bericht über Trumps Finanzen aus früheren Jahren. Der Zeitung liegen eigenen Angaben zufolge bisher unbekannte Informationen zu Trumps Steuerunterlagen vor. Demnach machte er zwischen 1985 und 1994 für seine Firmen insgesamt 1,17 Milliarden Dollar Verlust geltend. "Ein Jahrzehnt in den roten Zahlen", titelt die Zeitung.

Allein im Jahr 1985 soll Trump demnach für seine Hauptfirmen - darunter Casinos, Hotels und Apartmentgebäude - 46,1 Millionen Dollar Verlust angegeben haben. In den Jahren 1990 und 1991 seien es jeweils 250 Millionen Dollar gewesen. Trump führte nach Angaben der Zeitung so hohe Verluste an, dass er in acht der zehn Jahre von 1985 bis 1994 keine Einkommensteuer zahlte.

Die "New York Times" beruft sich bei ihrem Bericht nicht auf die eingereichten Steuererklärungen Trumps, sondern auf offizielle Steuerunterlagen, sogenannte tax transcripts. Eine Person mit rechtsmäßigem Zugriff darauf habe die Unterlagen an die Zeitung weitergegeben.

Ein Anwalt des Präsidenten, Charles Harder, sagte gegenüber der Zeitung, dass die Angaben "sehr ungenau" seien.

aar/Reuters

insgesamt 100 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
bernteone 08.05.2019
1. Das ist die einzige Erklärung
warum er seine Finanzen nicht offen legt . Dem Dealmaker steht privat das Wasser bis Hals . Eine Präsidentschaft lässt sich doch auch in bare Münze umwandeln wenn man weiß wie . Die halbe Familie und einige Vertraute an den richtigen Stellen positioniert und dann sollte der Laden laufen . Den Saudis Waffen verkaufen für zig Milliarden , allein die Provisionen wären Vermögen und die Dankbarkeit erst .. Kushner fädelts ein Trump unterschreibt . Weit hergeholt , aber Trump denkt nur an seinen Vorteil , Amerika oder irgendwss anderes kann sich hinten anstellen .Trump first
enigma2011 08.05.2019
2. Unbestätigte Meldungen wie täglich!
Na dann freut euch mal wieder über diese unbestätigte Meldung. Man kann da auch nicht einfach etwas hineinlesen weil man das gesamte Finanzpapier nicht kennt. Es geht ja nicht dass mal ein Tag vergeht ohne den Präsidenten Vereinigten Staaten schlecht aussehen zu lassen. Was ist diese Meldung wert? Nichts, abr auch gar nicht wie das meiste was einem so tagtäglich von den Medien serviert ist. Zwei Jahre Russische Zusammenarbeit, wie eine Mantra jeden Tag. Danach das grosse Schweigen weil Trump klar und basta, nicht mit den Russen zusammengearbeitet hat. Jetzt such man nach "Obstruction of Justice" wo Trump doch von einem Vergehen Freigesprochen wurde. Seit wann gibt es Obstruktion wenn gar kein Vergehen passiert ist. Eigentlich beleidigen Sie die Intelligenz ihrer Leser, aber da sie genugend Leute finden denen Sie diese Propaganda aufs Brot schmieren und sie essen es, ist es Ihnen wohl egal. Es wird sich spätestens dann negative fuer die Medien auswirken, wenn die Leserzahlen noch weiter nach unten ins unrentable sinken was zu erwarten ist ( 25 Jahre habe ich den Spiegel gelesen, er hat sich sehr negative verändert).
claus7447 08.05.2019
3. Das der Grösse Deal Makler eigentlich
Nur aus lauwarmer Luft besteht ist bekannt. https://www.impulse.de/management/unternehmensfuehrung/pleiten-donald-trump/3191545.html Das er pleite war auch. Das er vermutlich kein grosser Taxpayer war kann man annehmen. Die Vermutung, das Donny mal wieder kurz vor der nächsten pleite steht könnte sein. Ich kann mittlerweile nachvollziehen dass dieser Lügner seine Steuererklärung nicht offen legen will, nichts ist im peinlicher als die Wahrheit. Gilt übrigens ebenso für seine Anhängerschaft.
rpp2012 08.05.2019
4. So what !?
Ein Unternehmer, der was unternimmt, kann auch mal scheitern. Soll auch schon mal in den letzten rund 30 Jahren in Deutschland passiert sein und dann gibt's Verlustvorträge, die erstmal Steuerzahlungen vermeiden. Ich fände es sehr viel interessanter zu erfahren, wie viele Säcke Reis in diesem Zeitraum in China umgefallen sind.
mr_bond 08.05.2019
5. Trump oder auch POTUS Münchhausen
Mit der Vehemenz, mit der Trump sich bisher weigert seine Steuerunterlagen zu veröffentlichen, war zu erwarten, dass jeder Leak dazu, seine Lügen in Sachen angeblich so erfolgreicher Dealmaker entlarven. Man darf sich auf die nächsten Leaks freuen. Ob diese dem grössten Aufschneider unter den bisherigen US amerikanischen Präsidenten allerdings Schaden zufügen wird, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Eine Tatsache, die jeden halbwegs vernünftigen Menschen nur noch staunen lässt!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.