Vergleich mit Obama Trump-Sprecherin gibt falsche Jobzahlen zu

US-Präsident Trump hat dreimal so viele Arbeitsplätze für schwarze Amerikaner geschaffen wie sein Vorgänger - behauptete seine Sprecherin Sarah Sanders. Doch der Vergleich war Unsinn, wie sie nun einräumen musste.
Sarah Huckabee Sanders

Sarah Huckabee Sanders

Foto: Chip Somodevilla/ Getty Images

Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump hat falsche Angaben zur Entwicklung des Arbeitsmarktes für Afroamerikaner eingeräumt. Angaben zur Zahl der Jobs unter Trump und seinem Vorgänger Barack Obama seien zwar richtig gewesen, nicht aber der für Obama gewählte Zeitrahmen, schrieb Sarah Huckabee Sanders auf Twitter und entschuldigte sich für den Fehler.

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Sanders hatte am Dienstag vor Journalisten behauptet, Trump habe in seiner bisherigen Amtszeit 700.000 Jobs für Afroamerikaner geschaffen, Obama über seine zwei Amtszeiten hingegen nur 195.000.

"Präsident Trump hat in seinen ersten anderthalb Jahren bereit verdreifacht, was Präsident Obama in acht Jahren geschafft hat", so Sanders. Sie reagierte auf eine Frage zu Berichten, wonach Trump sich in der Vergangenheit rassistisch geäußert und das N-Wort verwendet haben soll.

Die von Sanders genannten Zahlen wurden schnell infrage gestellt,die "Washington Post" nannte sie "in bizarrer Weise inkorrekt" . Nach Berechnungen der Zeitung stieg die Zahl der Jobs in Obamas gesamter Amtszeit viermal so stark wie bislang unter Trump.

Auch wenn man Trumps bisherige 19 Monate im Amt mit Obamas letzten 19 Monaten vergleiche, liege Obama vorne. Anders sah es zu Beginn von Obamas Amtszeit aus, der das Amt jedoch mitten in der schwersten Rezession seit Jahrzehnten übernahm. Seit deren Ende stiegen die Beschäftigungszahlen für Afroamerikaner ebenso wie für andere Bevölkerungsgruppen beständig.

Kurz nach Sanders' Äußerungen nahm Trumps Rat der Wirtschaftsberater (Council of Economic Advisers, SEC) die Schuld für die falschen Angaben auf sich. Man bedauere eine "Fehlkommunikation" gegenüber der Präsidenten-Sprecherin, hieß es in einem Tweet.

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Eine Tabelle des SEC sorgte jedoch für weiteres Stirnrunzeln, da sie die Amtszeiten von Obama und Trump ab deren jeweiliger Wahl im November zählte. US-Präsidenten übernehmen ihr Amt jedoch erst im Januar.

Wie genau Sanders zu ihren falschen Angaben kam, blieb unklar. Die Korrektur der Sprecherin fiel gewohnt trotzig aus. Sie bedauere den falschen Zeitrahmen, so Sanders, entschuldige sich aber "nicht für die 700.000 Jobs für Afroamerikaner, die unter Präsident Trump geschaffen wurden".

dab
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