Starbucks, Tesla, GE Trumps Einreiseverbot beunruhigt US-Konzerne

US-Unternehmen kritisieren das von Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot heftig. Als Reaktion auf die umstrittene Verfügung will Starbucks 10.000 Flüchtlinge einstellen.
Starbucks-Chef Howard Schultz

Starbucks-Chef Howard Schultz

Foto: STEPHEN BRASHEAR/ AFP

Viele US-Unternehmen haben beunruhigt auf das von Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für viele Muslime reagiert.

Howard Schultz, Chef der Kaffeerestaurantkette Starbucks, wandte sich auf der Website des Unternehmens mit "tiefer Besorgnis" an die Mitarbeiter. Er bezeichnete Trumps Erlass als verwirrend und kündigte Pläne an, um in den nächsten fünf Jahren 10.000 Flüchtlingen Jobs bei Starbucks anbieten zu können.

Demnach wolle der Konzern in allen 75 Ländern, in denen er Filialen betreibt, in den nächsten Jahren Flüchtlinge einstellen, die vor Kriegen, Verfolgung und Diskriminierung geflohen seien. Beginnen werde das Unternehmen in den USA mit der Beschäftigung von Flüchtlingen, die in ihren Heimatländern für das US-Militär gearbeitet hätten, wie etwa Übersetzer.

Apple-Chef Tim Cook schrieb in einem Brief an seine Mitarbeiter, die Anordnung des Präsidenten entspreche "nicht der Politik, die wir unterstützen". Er versprach den betroffenen Mitarbeitern Hilfe. Das Unternehmen habe sich bereits an das Präsidialamt gewandt, um die negativen Auswirkungen des Erlasses darzulegen.

Auch Elon Musk, Chef des Elektroautobauers Tesla, äußerte sich besorgt. "Viele Menschen, die negativ von dieser Politik betroffen sind, sind starke Unterstützer der USA", twitterte er. "Sie haben das Richtige getan, nicht das Falsche, und sie verdienen es nicht, zurückgewiesen zu werden." Trumps Einreiseverbot für Staatsangehörige einiger überwiegend muslimischer Länder sei "nicht der beste Weg", mit den Herausforderungen des Landes umzugehen.

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General-Electric-Chef Jeff Immelt erklärte in einem Firmenblog, er teile die Sorgen seiner Mitarbeiter. Immelt versprach, GE werde den betroffenen Angestellten zur Seite stehen und versuchen, mit der Trump-Administration an Lösungen zu arbeiten.

Brian Chesky, Chef des Übernachtungsmaklers Airbnb, bot auf Twitter den vom Einreiseverbot betroffenen Personen seine Hilfe an. Menschen, die dringend einen Schlafplatz bräuchten, könnten sich direkt an ihn wenden, schrieb er. Das Dekret Donald Trumps bezeichnete er als "nicht richtig".

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Auch die größte US-Bank JP Morgan richtete sich im Zuge von Trumps Entscheidung laut US-Medienberichten an ihre Mitarbeiter. Vorstandschef Jamie Dimon versprach demnach in einem Statement allen Angestellten, die von dem Einreiseverbot betroffen sein könnten, das Unternehmen werde sich standhaft für sie einsetzen.

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Trump-Dekret: Diese Stars trifft das Einreiseverbot

Foto: Dai Kurokawa/ picture alliance / dpa

Zuvor hatte es bereits Kritikund Reaktionen von Google, Facebook, Microsoft und Twitter gegeben. Die Tech-Konzerne setzen besonders stark auf Experten aus dem Ausland, viele Angestellte stammen aus muslimischen Ländern.

hej/dpa/AFP