Handelsstreit China soll den USA Zugeständnisse übermittelt haben

Laut US-Präsident Trump haben die USA von China eine Liste mit Konzessionen zur Lösung des Handelskonflikts erhalten - ihm fehlen darauf aber noch "vier oder fünf große Dinge".

Donald Trump und Xi Jinping in Peking 2017
REUTERS

Donald Trump und Xi Jinping in Peking 2017


China hat den USA nach Angaben von US-Präsident Donald Trump eine Liste mit möglichen Zugeständnissen zur Lösung des Handelsstreits übermittelt. Trump betonte aber, er sei trotzdem noch nicht dazu bereit, sich mit der Regierung in Peking zu einigen.

"China will einen Deal machen", sagte der Präsident im Weißen Haus. "Sie haben eine Liste mit Dingen geschickt, die sie bereit sind, zu tun." Es sei eine "ziemlich vollständige Liste" mit 142 Punkten, allerdings fehlten noch "vier oder fünf große Dinge". Trump sagte: "Es ist für mich einfach noch nicht akzeptabel."

Bei dem G20-Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer Ende des Monats will Trump sich auch mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping treffen. Donald Trump hatte erklärt, er könne möglicherweise auf neue Zölle für Waren aus der Volksrepublik verzichten, während Handelsgespräche mit China liefen. Diese Hoffnung auf Entspannung im Handelsstreit der USA mit China hat die Wall Street zum Wochenschluss gestützt.

Die USA haben bereits Sonderzölle auf Waren aus China im Wert von mehr als 250 Milliarden Dollar erhoben. Peking hat mit Vergeltungszöllen reagiert. In dem Konflikt geht es unter anderem um Handelshemmnisse und den Diebstahl von geistigem Eigentum.

Trump sagte, die USA seien bereit, weitere Waren aus China im Wert von 267 Milliarden Dollar mit Sonderzöllen zu überziehen. Er schränkte aber ein: "Das müssen wir vielleicht nicht tun."

mal/dpa/Reuters



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neanderspezi 16.11.2018
1. God's Own Dealmaker Donald
Xi will Deal machen, Liste geschickt mit 142 Punkten, vier oder fünf Dinge fehlen noch, vielleicht Entspannung, mit weiteren Sonderzöllen überziehen, eventuell darauf verzichten, mit Xi treffen, Liste vollmachen, Sonderzölle in Reserve behalten, Deal abhaken, Xi zum Abschied die Hand drücken, Donald war mit Great Again mal wieder großartig, die Bewunderer sind hin und weg.
juba39 17.11.2018
2. Amerika first
." Es sei eine "ziemlich vollständige Liste" mit 142 Punkten, allerdings fehlten noch "vier oder fünf große Dinge". Trump sagte: "Es ist für mich einfach noch nicht akzeptabel." ALLES oder Strafen, das das Motto der USA. Und wrum tun sie das? Weil sie, wie schon Obama sagte, es können. Aber nicht, daß der Irrglaube inzwischen aller US-Politike, weil die USA ökonomisch übermächtig wäre. Hauptgrund ist die Uneinigkeit des "Restes" der Welt. Allein die EU ist schon (wirtschaftlich) auf Augenhöhe mit den USA. Wer allein die Reden im EU-Parlament anhört, erkennt aber, wie weit die USA ihre Trojaner schon platziert hat. Das reicht von den Vertretern der polnischen PIS bis zu den deutschen Grünen. Politisch eigentlich eine unheilvolle Allianz! Positiv (Sarkasmus!) aber für meine Wertung, die EU braucht keine äußeren Feinde, die zerlegt sich ganz allein von innen.
pauschaltourist 17.11.2018
3.
Allen mentalen Unzulänglichkeiten zum Trotz wird Trump als der erste und vermutlich der einzige westliche Staatsmann, der Chinas unfairer Handelspolitik sowie der notorischen chinesischen Produktpiraterie erfolgreich trotzte, in die Geschichte eingehen.
markus_wienken 17.11.2018
4.
Zitat von pauschaltouristAllen mentalen Unzulänglichkeiten zum Trotz wird Trump als der erste und vermutlich der einzige westliche Staatsmann, der Chinas unfairer Handelspolitik sowie der notorischen chinesischen Produktpiraterie erfolgreich trotzte, in die Geschichte eingehen.
Quatsch. Trump hat die von Obama begonnene und im entstehende Allianz vieler Staaten gegen China durch seinen Wirtschaftskrieg gegen alle aufgelöst. China wird vielleicht kurzfristig das eine oder andere nicht allzuschmerzhafte Zugeständnis machen, die wirklich gefährliche Allianz ist aber erst einmal für absehbare Zeit vom Tisch. Eine kurzfristige Win-Situation für Trump und seine Deppen die das nicht blicken, eine mittelfristige Win-Situation für China.
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