Handel mit Staatsanleihen verboten Trump verschärft Sanktionen gegen Venezuela

Die USA erhöhen den wirtschaftlichen Druck gegen Venezuela. Ein von Donald Trump unterzeichnetes Dekret nimmt vor allem auch den staatlichen Ölkonzern ins Visier.
Donald Trump

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Foto: Carolyn Kaster/ AP

Die USA verschärfen ihre Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela: Das Weiße Haus teilte am Freitag in Washington mit, US-Präsident Donald Trump habe per Dekret den Handel mit neuen venezolanischen Staatsanleihen untersagt. Betroffen ist demnach auch der staatliche Ölkonzern PDVSA, der eine wichtige Einnahmequelle für das in einer tiefen Wirtschaftskrise steckende Land darstellt.

Das Weiße Haus sprach von "starken neuen Finanzsanktionen gegen die Diktatur in Venezuela". Damit verliere der sozialistische Präsident Nicolás Maduro eine wichtige Finanzquelle. Die USA hatten zuvor bereits das Vermögen Maduros in den Vereinigten Staaten eingefroren. Zudem wurden Sanktionen gegen mehrere andere Amtsträger verhängt.

Hauptgrund für die Strafmaßnahmen ist die auf Geheiß von Maduro gewählte verfassunggebende Versammlung. Maduro hatte Ende Juli eine Versammlung wählen lassen, um die Verfassung umzuschreiben - und das demokratisch gewählte Parlament zu entmachten. Die Opposition hatte die Wahl boykottiert und erkennt das Gremium nicht an. Washington kritisiert auch das harte Vorgehen der Regierung gegen Oppositionelle.

Maduro wird vorgeworfen, er wolle im Land mit den größten Ölreserven der Welt eine Diktatur errichten. Venezuela leidet unter einer Versorgungskrise und der weltweit höchsten Inflation.

asa/AFP
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