Entlastung für Unternehmen zu hoch Finanzgiganten zweifeln an Trumps Steuerplänen

Zwei der mächtigsten Männer der Finanzwelt kritisieren die Steuerreformpläne von US-Präsident Trump. Waren Buffett und Blackrock-Chef Larry Fink halten die geplanten Entlastungen für Unternehmen für übertrieben.
Warren Buffett

Warren Buffett

Foto: Nati Harnik/ dpa

Es soll die "größte Steuersenkung der Geschichte" werden: US-Präsident Donald Trump und seine Republikaner wollen sowohl Privatleute als auch Firmen deutlich entlasten. Doch ausgerechnet in der Finanzwelt gehen die Pläne für die Unternehmensteuern einigen zu weit.

Aktuell kommt die Kritik von zwei absoluten Schwergewichten der Szene: von der 87-jährigen Investorenlegende Warren Buffett und vom Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, Larry Fink. Beide äußerten am Dienstag Zweifel, ob Entlastungen in der angestrebten Größenordnung überhaupt nötig sind.

"Wir haben eine Menge von Firmen", sagte Buffett dem Sender CNBC. "Ich glaube nicht, dass irgendeine von denen in der Welt nicht wettbewerbsfähig ist wegen des Unternehmensteuersatzes." Normalerweise mache er seine Anlageentscheidungen nicht von Steuerfragen abhängig. Doch diesmal sei das für seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von Bedeutung.

Der Reformplan der regierenden Republikaner sieht vor, dass diese Steuer von derzeit 35 Prozent auf 20 Prozent gesenkt wird. Viele multinational agierende Konzerne zahlen allerdings weniger, denn sie machen reichlich Gebrauch von Schlupflöchern im Steuergesetz. Trump selbst wollte den Satz eigentlich sogar auf 15 Prozent senken.

Blackrock-Chef Fink betonte, eine Reduzierung des Satzes auf 27 Prozent wäre für die US-Firmen bereits ausreichend und würde den Staatshaushalt weniger belasten. "Was da vorgeschlagen wird, bedeutet eine ziemlich starke Ausweitung unserer Defizite", sagte er dem Sender Bloomberg TV. Blackrock verwaltet nach eigenen Angaben rund 5,7 Billionen US-Dollar von Anlegern weltweitund besitzt größere Aktienpakete von nahezu allen großen Konzernen, auch in Deutschland.

stk/Reuters
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