Währungspolitik Trump wirft EU und China "Manipulationsspiel" vor

US-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an der Währungspolitik von China und der EU erneuert. Sein eigenes Finanzministerium hatte bei den Staaten zuvor kein Fehlverhalten feststellen können.

Donald Trump: "China und Europa spielen das große Manipulationsspiel"
REUTERS/Leah Millis/File Photo

Donald Trump: "China und Europa spielen das große Manipulationsspiel"


Donald Trump hat Europa und China erneut die Manipulation ihrer Währungen vorgeworfen. "China und Europa spielen das große Manipulationsspiel und pumpen Geld in ihr System, um mit den USA zu konkurrieren", schrieb Trump im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Die USA sollten ebenfalls manipulieren, schlug Trump vor - anderenfalls seien die Vereinigten Staaten "die Dummen, die sich zurücklehnen und höflich zugucken, wie andere Staaten ihre Spielchen spielen".

Trump äußerte sich kurz nach Veröffentlichung neuer Zahlen zur US-Handelsbilanz. Das Defizit war im Mai auf ein Fünfmonatshoch von 55,5 Milliarden Dollar gestiegen, auch das Handelsdefizit mit China stieg weiter an.

Den Vorwurf der Währungsmanipulation hatte Trump bereits mehrfach erhoben. Im aktuellen Halbjahresbericht des US-Finanzministeriums, der Mitte Mai veröffentlicht worden war, heißt es jedoch, die US-Regierung könne bei den wichtigsten Handelspartnern keine Währungsmanipulationen zugunsten der Exportwirtschaft feststellen - auch nicht bei China.

Dennoch ermahnten die USA Peking, gegen eine "dauerhafte" Schwächung des Yuan vorzugehen. Auch Deutschland steht wegen seines hohen Handelsdefizits mit den USA unter Beobachtung. Währungsmanipulationen liegen dann vor, wenn ein Land seine eigene Währung abwertet, um Exporte günstiger zu machen.

fek/AFP/AP



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