Nach trockenem Sommer Mehr als 8500 Bauern beantragen Dürrehilfe

Tausende Landwirte haben nach dem trockenen Sommer in den Bundesländern Anträge auf Unterstützung gestellt. Ein Bruchteil der Hilfen ist schon bewilligt.

Trockener Acker
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Trockener Acker


Nach dem außergewöhnlich trockenem Sommer zählt das Bundesagrarministerium mehr als 8500 Anträge auf die sogenannte Dürrehilfe. Die Zahl der Förderanträge sei dabei unter den Bundesländern sehr unterschiedlich, teilte das Ministerium mit. Besonders aus dem Norden und Osten seien mehr Anträge eingereicht worden als zunächst erwartet.

Mit einem gemeinsamen Hilfsprogramm wollen der Bund und 14 Bundesländer Landwirte bei der Bewältigung der Dürrefolgen unterstützen. Lediglich das Saarland und Rheinland-Pfalz beteiligen sich nicht. Die beiden Länder waren nach eigenen Angaben von den Folgen der großen Hitzeperiode weitaus weniger betroffen als die anderen Bundesländer.

Bund und Länder stellen insgesamt 340 Millionen Euro zur Verfügung, etwa die Hälfte davon trägt der Bund. Um Hilfen zu erhalten, müssen Betriebe nachweisen, dass sie in Existenznot geraten sind und Ernteeinbußen in Höhe von mehr als 30 Prozent ihrer durchschnittlichen Jahreserzeugung hatten. Maximal können 50 Prozent des betrieblichen Dürreschadens ersetzt werden.

Bislang seien fast 800 Anträge bewilligt worden und 39,3 Millionen Euro vergeben worden, teilte das Ministerium mit. "Es ist damit zu rechnen, dass noch ein erheblicher Teil der Anträge bis zum Jahresende bewilligt wird."

In den meisten Bundesländern ist das Antragsverfahren mittlerweile abgeschlossen. In Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen läuft es aber noch. Dem Ministerium zufolge gehen in den Tagen vor Ablauf der Frist erfahrungsgemäß aber noch viele Anträge ein.

fek/dpa



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