Einigung Tarifstreit im Öffentlichen Dienst beigelegt

Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich geeinigt: Der Tarifstreit im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ist beigelegt. Beide Seiten akzeptierten den Schlichterspruch, wonach die Gehälter bis 2011 um 2,3 Prozent steigen sollen.


Potsdam - Der Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst ist beendet. Arbeitgeber und Gewerkschaften akzeptierten am späten Samstagabend den Schlichterspruch für die zwei Millionen Angestellten beim Bund und den Kommunen.

Ihre Gehälter sollen nunmehr bis Sommer 2011 stufenweise um 2,3 Prozent angehoben werben. Auch wird es mit dem neuen Tarifvertrag Regelungen für eine Altersteilzeit ab dem 60. Lebensjahr geben sowie eine Beschäftigungsgarantie für Auszubildende nach erfolgreicher Prüfung.

Vor allem die kommunalen Arbeitgeber hatten sich in den langwierigen Verhandlungen zunächst schwergetan, den Schlichterspruch zu akzeptieren. Verwiesen wurde auf die leeren Kassen in vielen Gemeinden und die zugleich drohenden neuen Einnahmeausfälle durch die Steuerpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung.

Verdi-Chef Frank Bsirske hatte zu Beginn der Gespräche erklärt, der Schlichterspruch habe in der Tarifkommission seiner Organisation "keine Jubelstürme" ausgelöst. Die Gewerkschaften waren im Januar mit Forderungen im Gesamtvolumen von 5 Prozent in die Gespräche gegangen, hatten diese dann aber auf 3,5 Prozent reduziert. Die Arbeitgeber hatten nach langem Abwarten 1,5 Prozent angeboten.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden.

otr/dpa/Reuters/ddp



insgesamt 117 Beiträge
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Ali Mente 28.02.2010
1. Was ist....
Zitat von sysopDie Tarifparteien haben sich darauf geeinigt, den Schlichterspruch anzunehmen. Die Gehälter im öffentlichen Dienst sollen nun bis 2011 um 2,3 Prozent steigen. Was denken Sie - ist das ein guter Kompromiss?
..... daran gut?? Die Binnennachfrage bei denen die den Großteil ihres Gehaltes verkonsumieren müssen wird weiter geschwächt. Der Abschluss ist wieder ein reales Einkommensminus.
Techniker2007, 28.02.2010
2. ... was ist daran gut ?
Abgesehen davon, das sich hier wieder viele, viele Kommentatoren einschreiben, die der Meinung sind, das der öffentliche Dienst sowieso über-bezahlt ist , empfehle ich diesen Schreibern, sich die Einigungsempfehlung mal im Detail anzusehen. Es ist ein definitiver Rückschritt. Sicher, die Kommunen sind finanziell am Ende. Aber ist das die Schuld der Mitarbeiter ? Der Bund verschiebt immer mehr Ausgaben in die Kommunen, ohne für einen Ausgleich zu sorgen. Der Tarifstreit ist doch erst beigelegt, wenn die Mitarbeiter zugestimmt haben. Und ich habe meine Zweifel, das die Mehrheit hier zustimmt. Die Mitarbeiter im ÖD haben jetzt noch die Folgen der Neuordnung des TVÖD zu tragen. Lasst uns den öffentlichen Dienst doch abschaffen und alles in private Hände legen. Der nächste Winter, die nächste Preiserhöhung bei Entsorgung und Versorgung ist damit gesichert.
hrcdf 28.02.2010
3. er ist grottenschlecht
Mit dem TV-öd hat es eine deutliche Absenkung der Löhne und Gehälter gegeben. Die Beamtengehälter werden seit Jahren immer weiter gekürzt und reduziert mittels niedrigster Lohnerhöhungen und immer mehr Leistungsreduzierungen. Die als Leistungszulagen angepriesenen "Anreize" sind jetzt schon als absolut demotiviernd entlarvt. Nun soll eine 2,3 % Lohnerhöhung für zwei Jahre als Erfolg verkauft werden. Die ver.di leistet mit solchen Tarivverträgen einen erheblichen Anteil dazu, die Mitarbeiter des öff. Dienstes auszubeuten, die sog. Staatskassen durch Politiker auf Kosten der Mitarbeiter des öff. Dienstes zu plündern Wenn eine Heidi Wiczorek-Zeul pro Monat 10.000,00 € Pension erhält und ein mittlerer Beamter 1.300,00 €, dann gibt es Leute, die diese beiden Beträge addieren und dann durch zwei dififieren. Als Ergebnis nehmen sie dann eine mittlere Beamtenpension von rund 5.500,00 € an, schimpfen über die überbezahlten und überprivilegierten Beamten, denen man weiter das Geld kürzen muß. Und die Politiker? Die erklären mittels diesen Rechentricks, dass sie doch gar nicht soviel Geld bekommen und eigentlich unterbezahlt sind, mehr bekommen müssten und sich mit geringen Diätenerhöhungen zufrieden geben, (höhere Erhöhungen konnten sie nicht durchsetzen). Auch hier wird immer deutlicher und klarer, das die einfachen Mitarbeiter und Beamten des öff. Dienstes von der Politik abgezockt werden und die sog. Arbeitnehmervertreter ver.di macht dabei kräftig mit, anstatt für die Arbeitnehmer einzutreten und deren Interessen zu vertreten.
DoktorMabuse, 28.02.2010
4. Wer
jetzt noch Mitglied in dieser sogenannten Arbeitnehmervertreter-Gewerkschaft namens verdi bleibt, dem ist nicht mehr zu helfen ...
Dunkeltroll 28.02.2010
5. wir brauchen eine gewerkschaft a la CGT
Zitat von hrcdfMit dem TV-öd hat es eine deutliche Absenkung der Löhne und Gehälter gegeben. Die Beamtengehälter werden seit Jahren immer weiter gekürzt und reduziert mittels niedrigster Lohnerhöhungen und immer mehr Leistungsreduzierungen. Die als Leistungszulagen angepriesenen "Anreize" sind jetzt schon als absolut demotiviernd entlarvt. Nun soll eine 2,3 % Lohnerhöhung für zwei Jahre als Erfolg verkauft werden. Die ver.di leistet mit solchen Tarivverträgen einen erheblichen Anteil dazu, die Mitarbeiter des öff. Dienstes auszubeuten, die sog. Staatskassen durch Politiker auf Kosten der Mitarbeiter des öff. Dienstes zu plündern Wenn eine Heidi Wiczorek-Zeul pro Monat 10.000,00 € Pension erhält und ein mittlerer Beamter 1.300,00 €, dann gibt es Leute, die diese beiden Beträge addieren und dann durch zwei dififieren. Als Ergebnis nehmen sie dann eine mittlere Beamtenpension von rund 5.500,00 € an, schimpfen über die überbezahlten und überprivilegierten Beamten, denen man weiter das Geld kürzen muß. Und die Politiker? Die erklären mittels diesen Rechentricks, dass sie doch gar nicht soviel Geld bekommen und eigentlich unterbezahlt sind, mehr bekommen müssten und sich mit geringen Diätenerhöhungen zufrieden geben, (höhere Erhöhungen konnten sie nicht durchsetzen). Auch hier wird immer deutlicher und klarer, das die einfachen Mitarbeiter und Beamten des öff. Dienstes von der Politik abgezockt werden und die sog. Arbeitnehmervertreter ver.di macht dabei kräftig mit, anstatt für die Arbeitnehmer einzutreten und deren Interessen zu vertreten.
ich stimmt ihnen völlig zu. bin selber nach 14 jahren aus der ÖTV/ver.di ausgetreten da es keine gewerkschaft sondern ein abnickverein ist. als angehöriger des e.d. empfinde ich 2,3% wie eine schallende ohrfeige. verarschen kann ich mich selber dazu bedarf es nicht ver.di. was kostet ein tag krieg spielen in afghanistan? einsatz am horn von afrika? die berliner abgeordneten erhöhen sich ihre diäten um mal eben 900 euro! hallo? mir persönlich reicht es. was wir brauchen ist eine gewerkschaft wie die CGT die die interessen der kleinen und mittleren einkommen vertritt. kein geld mehr für ver.di, austreten und politisch denkend wählen ergibt auf dauer eine veränderung.
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