Berufsgruppen im Parlament Doppelt so viele Unternehmer im neuen Bundestag

Der Einzug von AfD und FDP ändert den Bundestag nicht nur politisch, sondern auch mit Blick auf die vertretenen Berufsgruppen. Laut einer Auswertung sitzen künftig deutlich mehr Unternehmer im Parlament.

Plenarsaal des Bundestags (Archivbild): Mehr Selbstständige und Firmeninhaber
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Plenarsaal des Bundestags (Archivbild): Mehr Selbstständige und Firmeninhaber


Im neuen Bundestag ist die Berufsgruppe der Unternehmer deutlich stärker vertreten als bisher. Saßen in der abgelaufenen Legislaturperiode gerade einmal 35 Firmenbesitzer und Selbständige auf den Abgeordnetensesseln, werden es künftig 76 sein. Dreißig davon gehören der Unionsfraktion an. Die AfD zieht mit 19 Unternehmern ein, die FDP bringt 13 mit. Die restlichen 14 verteilen sich auf Grüne, Linke und die SPD. Das geht aus einer Erhebung des Datendienstleisters Kürschner Politikkontakte im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen hervor, über die die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" berichtet.

Dominiert wird der Bundestag aber weiterhin von Abgeordneten, die zuvor im öffentlichen Dienst tätig waren. Das trifft laut der Auswertung auf 204 von 709 künftigen Mandatsträgern zu. . Weitere 110 kommen demnach "aus dem Dunstkreis von Parteien, Gewerkschaften oder den Kirchen".

Deutlich unterrepräsentiert sind dagegen drei andere Gruppen: Im neuen Parlament finden sich nur 15 Auszubildende und Studenten, vier Arbeitslose und zwei Hausfrauen.

stk



insgesamt 97 Beiträge
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bjbehr 30.09.2017
1. Na toll und weiter so!
Na toll! Das Hohelied auf die geheiligte Wirtschaft und die vermaledeite Globalisierung wird um weitere hundert Strophen angestimmt werden. Auf dass die Schere zwischen Arm und Reich, Oben und Unten soweit auseinanderklaffen wird, dass soziale Unruhen nur die logische Konsequenz sein wird. Wie gesagt: Na toll und - weiter so!
marthaimschnee 30.09.2017
2. deutlich unterrepräsentiert ist die größte Gruppe
nämlich die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Wenn man da die Azubis, Studenten, Arbeitslose hinzu nimmt, dann findet die absolute Mehrheit der Bevölkerung im Geiste der Parlamentarier überhaupt keinen Platz. Und genau so regieren sie!
forumgehts? 30.09.2017
3. Kann
mir jemand sagen, was die damit bezwecken wollen? Wenn man schon in den Lobbyverbänden sitzt, wozu dann noch Zeit in den Parlamenten verplempern? Naja, vermutlich wurden die mal aufs Altenteil abgeschoben und möchten etwas gegen ihre Langeweilwe tun.
Havel Pavel 30.09.2017
4. Das gibt Hoffnung
Unternehmer sind in aller Regel praxisorientierte Menschen die wissen worauf es ankommt und die Träumereien von weltfremden Ideologen wohl sehr schnell als solche entlarven könnten. Ich denke mal es kann für die Bevölkerung im allgemeinen nur günstige Auswirkungn haben wenn Abgeordnete möglichst aller Berufsgruppen im Parlament in ausgeglichener Zahl vertreten sind und nicht die Sozialromantiker und Rechtsanwälte die Mehrheit stellen.
gis 30.09.2017
5. Mehr Unternehmer und
weniger Lehrer, Sozialpädagogen und sonstige Staatsbedienstete kann der Politik nur gut tun.
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