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22. Juni 2014, 07:21 Uhr

Recycling in China

Ein Dorf lebt vom Elektroschrott

Kaputte Fernseher, alte Klimaanlagen und ausrangierte Kühlschränke: In der Siedlung Dongxiaokou am Rande Pekings leben die Menschen zwischen Bergen von Elektroschrott - der zugleich ihre wichtigste Einnahmequelle ist.

Dongxiaokou ist ein kleines Dorf abseits der chinesischen Hauptstadt Peking. Nach und nach hat sich hier eines der größten Zentren zum Recyceln von weggeworfenen Elektrogeräten oder Elektroschrott entwickelt. Die Menschen leben und arbeiten unter widrigen Bedingungen im Müll der Wohlstandsgesellschaft. Während sie die Fernseher, Klimaanlagen oder Kühlschränke ausschlachten, haben sie selbst noch nicht einmal fließend Wasser oder eine ausreichende Stromversorgung.

Wie viele Bewohner im Dorf leben, ist unklar. Die meisten von ihnen sind Migranten oder Zuwanderer aus den umliegenden Dörfern. Sie arbeiten meist schwarz und haben keine Lizenz für ihr Recycling-Unternehmen. Die Fernseher und Klimaanlagen werden überarbeitet oder auch verschrottet, Hauptsache der Müll bringt ein bisschen Geld ein.

Doch die Bewohner des Dorfes schauen einer ungewissen Zukunft entgegen: Bald schon könnten Bulldozer die Schrott-Siedlung zerstören. Neue Hochhäuser sollen gebaut werden. Doch genug Geld für die Mieten dort haben die wenigsten Bewohner von Dongxiaokou. Viele Arbeiter und deren Familien fürchten um ihren Arbeitsplatz und ihr Zuhause. Um mehr von ihrem Schicksal zu erfahren, klicken Sie sich durch die Bilder.

jos/Reuters

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