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31. August 2011, 10:34 Uhr

Energiewende

Behörde schließt Atomkraftwerk als Kaltreserve aus

Das Aus der acht alten Atomkraftwerke in Deutschland ist besiegelt: Die Bundesnetzagentur hat sich dagegen ausgesprochen, einen der Altmeiler für die Notfall-Stromversorgung bereit zu halten. Statt dessen werden konventionelle Kraftwerke als Reserve genutzt.  

Berlin - Klares Nein zu einem umstrittenen Vorhaben: Die Bundesnetzagentur will keines der acht stillgelegten Atomkraftwerke zur Überbrückung möglicher Stromengpässe im Winterhalbjahr nutzen. Das teilte der Präsident der Behörde, Matthias Kurth, in Berlin mit. Stattdessen sollen konventionelle Kraftwerksblöcke als sogenannte Kaltreserve genutzt werden.

Die Bundesregierung hatte im Juni vereinbart, diese Option zu prüfen, um gerade im Winter für mögliche Stromengpässe gewappnet zu sein. Nachdem aber Baden- Württemberg die Erlaubnis erteilen will, Block 3 des Kohlekraftwerks Mannheim als Ersatzkapazität zur Verfügung zu stellen, könnte dies als Reserve ausreichen.

Zudem werde mit zwei weiteren Kraftwerkblöcken im Rhein-Neckar-Raum sichergestellt, dass genug Reserveleistung zur Verfügung stünden, betonte die Netzagentur. Damit ist das Aus für alle acht Meiler endgültig. Die Bundesländer hatten schon zuvor darauf gedrungen, auf ein AKW als "Kaltreserve" zu verzichten.

cte/Reuters/dpa

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