Afrika Bundesregierung will Entwicklungshilfe aufstocken

Die Bundesregierung will offenbar mehr Geld für Entwicklungshilfe in Krisenregionen ausgeben. Mit 500 Millionen Euro zusätzlich sollen Fluchtursachen in Afrika bekämpft werden.

Kleinbauern in Afrika
DPA

Kleinbauern in Afrika


Die Bundesregierung will die Mittel für Entwicklungshilfe in Krisenregionen im laufenden Jahr um 500 Millionen Euro aufstocken. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Koalition habe sich darauf geeinigt, die Mittel des Entwicklungshilfeministeriums um 350 Millionen Euro und die des Außenministeriums um 150 Millionen Euro aufzustocken. Noch in dieser Woche will der Haushaltsausschuss im Bundestag laut dem Bericht zwei Beschlussvorlagen genehmigen und damit die zusätzlichen Mittel freigeben.

Ziel sei es, durch Entwicklungszusammenarbeit die Lebensbedingungen zu verbessern und damit Fluchtursachen in Afrika zu bekämpfen. Gleichzeitig sollen die Länder die illegale Migration durch und aus ihren Ländern unterbinden. Neben dem Abkommen mit der Türkei hatte Merkel Afrika zu einem zentralen Element ihrer Flüchtlingspolitik erklärt.

Besonders in Mali und Niger will Deutschland sein Engagement verstärken. Mit beiden Ländern hatte die EU auf dem EU-Afrika-Gipfel im November in Malta sogenannte Migrationspartnerschaften beschlossen. Die Partnerschaften koppeln Entwicklungshilfe an die Bereitschaft der Länder, bei der Rücknahme von Flüchtlingen und der Bekämpfung von Schleusertum zusammenzuarbeiten.

hej/AFP/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.