Stromerzeugung Windkraft erstmals wichtigster Energieträger

Lange stand die Braunkohle an der Spitze - doch in diesem Jahr ist erstmals die Windkraft wichtigster Energieträger in Deutschland. Derzeit steht ihr Ausbau jedoch nahezu still.
Windräder in Brandenburg

Windräder in Brandenburg

Foto: DPA/Patrick Pleul

Windenergie hat in diesem Jahr soviel Leistung wie noch nie zur Stromerzeugung beigetragen und damit die Braunkohle als wichtigsten Energieträger abgelöst.

Vor allem wegen starker Winde erzeugten die rund 30 000 Windräder in Deutschland bis Mitte Dezember 118 Terawattstunden Strom, wie der Bundesverband Windenergie mitteilte. Die Gesamterzeugung des Vorjahres sei bereits Ende November erreicht und übertroffen worden.

Damit sei die Windenergie erstmals vor der Braunkohle der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung. Im laufenden Jahr trage sie 24 Prozent zur Nettostromerzeugung bei, Braunkohle 20 Prozent und Atomenergie 14 Prozent.

Insgesamt liegen jedoch fossile Energieträger plus Atomkraft mit 54 Prozent des netto erzeugten Stroms noch immer vor den erneuerbaren Energien mit 46 Prozent. Der Anteil der Erneuerbaren nimmt kontinuierlich zu und soll bis 2030 bei 65 Prozent liegen.

Gegenwärtig stockt jedoch der Ausbau der Windenergie; es werden kaum neue Anlagen errichtet. Zudem macht die Stromerzeugung nur einen Anteil von ungefähr einem Fünftel des Energieverbrauchs aus. Insgesamt kommen erneuerbare Energien auf einen Anteil von rund 15 Prozent an der Energieversorgung in Deutschland.

flg/dpa
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