Flüchtlingskrise EU-Förderbank will Europas Kommunen unterstützen

Kredite für Unterkünfte, Schulen und Krankenhäuser: Die Europäische Investitionsbank will Städten und Gemeinden in der Flüchtlingskrise unter die Arme greifen. Die Aufnahme von Flüchtlingen erfordere "riesige Summen".

EIB-Präsident Werner Hoyer: "Größte Veränderung seit dem Fall der Berliner Mauer"
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EIB-Präsident Werner Hoyer: "Größte Veränderung seit dem Fall der Berliner Mauer"


Die Europäische Investitionsbank (EIB) will den EU-Staaten bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise helfen. Die Förderbank will Städte und Kommunen mit zinsgünstigen Krediten unterstützen, um Flüchtlingsunterkünfte, Schulen und Krankenhäuser zu bauen und auszustatten. Einen entsprechenden Plan stellte EIB-Präsident Werner Hoyer den EU-Finanzministern bei einem Treffen in Luxemburg vor.

"Das ist die größte Veränderung der politischen Landschaft seit dem Fall der Berliner Mauer, das wird uns auf Jahre beschäftigen", sagte Hoyer in Luxemburg über die Flüchtlingskrise. Für die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge würden "riesige Summen" gebraucht. "Deshalb glaube ich, dass eine große europäische Initiative erforderlich ist."

Kreditsumme noch unklar

Die EU-Staaten unterstützen den Vorstoß der EIB. "Das wurde von den Ministern sehr positiv aufgenommen", sagte Pierre Gramegna, der Finanzminister Luxemburgs, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Hoyer zufolge soll die Hilfe schnell starten.

Die EIB will laut Hoyer auch Sprachkurse, Weiterbildung und technische Hilfe bei der Registrierung der Ankommenden mitfinanzieren. Mit Mikrokrediten sollen Existenzgründer gefördert werden. Die konkrete Kreditsumme stehe noch nicht fest, sagte Hoyer.

Die EIB ist die Hausbank der EU und gehört den 28 Mitgliedsländern. Die Förderbank unterstützt ausschließlich Ausgaben für Investitionen und vergibt Kredite und Bürgschaften. Auch bei anderen Notsituationen wie etwa Erdbeben oder Überschwemmungen wird die EIB aktiv.

mka/dpa/Reuters/AFP



insgesamt 3 Beiträge
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michel-watcher 11.09.2015
1. ... und noch mehr Kohle - Bright future
Ein Schelm, wer Böses denkt... Und natürlich muss das Geld auch irgendwo herkommen, das benötigt wird, um die vielen Leute unterzubringen. Ja, das wird auch für die Regierung prima werden, ein kurzzeitiger Effekt wird eintreten wie bei der Abwrackprämie, es werden Aufträge eingehen noch und nöcher bei Baufirmen und Architekten, einer Branche, der es unter Merkel sowieso sehr gut geht dank der offenenen und versteckten Subventionen und dem vielen, vielen billigstem Geld für Häuslebauer. Wir werden Erfolgsmeldungen hören über die ach-so-gute Konjunktur und Merkel wird die eigene Arbeit noch mehr loben. Geld wird ausgegeben werden, wie Sand am Meer, auch, wenn es nur Kredite sind. Prima! Haben Draghis Pläne zur Inflation seither nicht gefruchtet, das hier wird es richten. Gut durchdacht und Merkel wird das sicher auf dem Schirm haben. Billigste, möglichst sogar bezuschusste Kriegsflüchtlinge stellen das Gros der Arbeiter und das konservative Wählerpotential der Dankbaren ist auf lnage Zeit gesichert, muss nur noch das Wahlrecht angepasst werden. Doch das wären für Madamme nur Peanuts. Prima! 'The future's so bright, I really have to wear my shades!'
demokroete 11.09.2015
2. Kredite für Gemeinden ?
Wie sollen sie die denn jemals zurückzahlen ? Alle Gemeinden sind jetzt schon restlos pleite. Anscheinend bringen die Zuwanderer wohl doch nicht so viel Geld in die Kassen, wie uns bis vor kurzem immer weis gemacht wurde. Aber offenbar wollen wir auch unbedingt mal die Belastungsgrenzen unseres Sozialsystems austesten.
localpatriot 13.09.2015
3. Rein wirtschaftlich gesehen
Natürlich kommt diese Umsiedlen, denn das ist die Realität dieser Völkerwanderung in den Kommunen an. Wie 1948 als 5 Millionen Menschen aus den Ostgebieten kamen. Ganz plötzlich und diese mussten untergebracht und versorgt werden und das zerstörte Deutschland hat das geschafft. Dieses mal handelt es sich um ein unzerstörtes wohlhabendes und teilweise reiches und egoistsischen Europa innerhalb und ausserhalb der EU. Die Einsiedlungsleistung kam seinerzeit von den Komunen obwohl die Mittelflüsse von Zentralen Stellen kamen, denn einen Bundesrepublik gab es zu der Zeit noch gar nicht. Seinerzeit wurde eine Bank fuer Wiederaufbau gegründet. Es steht Europa, also der EU nichts im Wege Finanzflüsse fuer diese Einbürgerung problemlos und sofort zu erstellen. Kommunen in der gesamten EU können mitmachen oder auch nicht. Wer nicht mitmacht bekommt nichts, da aber alle EU Mitglieder dafür bürgen müssen, zahlen sie erhalten aber nichts. Ein kleines Problem im Vergleich mit der Nachkriegszeit in der D 20 Millionen verschleppte und vertriebenen Menschen beinhaltete. Kein Grund zum jammern.
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