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01. August 2014, 13:07 Uhr

Gegen-Sanktionen

Wie Russland die EU wirtschaftlich spalten könnte

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Europa straft Russland mit Sanktionen - und ein bisschen auch sich selbst. Unsere interaktive Grafik zeigt, wie stark manche EU-Länder von Russland abhängig sind. Deutschland könnte die Strafmaßnahmen dagegen lange durchhalten.

Es begann mit dem Aufstand auf dem Maidan in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, jetzt geht der Konflikt zwischen der EU und Russland in die nächste Runde: Seit dem heutigen Freitag gelten die härteren Sanktionen der EU gegen Russland. Die Strafmaßnahmen der Europäer sollen vor allem die Rohstoffindustrie und den Finanzsektor treffen. Russlands Außenminister Sergej Lawrow weckt im Gegenzug Europas Angst vor höheren Energiepreisen.

Manche EU-Länder dürften Lawrows Drohung sehr gelassen aufnehmen, andere nicht. Länder wie Großbritannien oder Irland treiben kaum Handel mit Russland und versorgen sich mit Öl und Gas aus der Nordsee. Für Litauen ist Russland dagegen einer der bedeutendsten Handelspartner: Fast ein Drittel seiner Importe stammen vom großen Nachbarn.

Deutschland nimmt in Europa eine Mittelposition ein: Zwar treibt kein Land in Europa mehr Handel mit Russland, doch das ist für die größte Volkswirtschaft des Kontinents auch nicht überraschend. Gemessen an der Wirtschaftsleistung ist Deutschland von den Sanktionen gegen Russland nur moderat betroffen.

Unsere interaktive Grafik zeigt, wie stark einzelne EU-Staaten wirtschaftlich von Russland abhängig sind.

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