EU-Vergleich Jugenderwerbslosigkeit in Deutschland am niedrigsten

In Deutschland suchen weniger junge Menschen nach einer Arbeit als in jedem anderen EU-Land. In den Krisenländern ist die Arbeitssituation für Jugendliche hingegen dramatisch.

Jugend Jobcenter in Hannover: 330.000 junge Deutsche suchen einen Job
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Jugend Jobcenter in Hannover: 330.000 junge Deutsche suchen einen Job


Die Zahl junger Menschen ohne Job ist in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Demnach waren im vergangenen Jahr 330.000 Jugendliche auf der Suche nach einer Anstellung. 2005 suchten noch 745.000 junge Menschen nach Arbeit.

Somit lag die Erwerbslosenquote der 15- bis 24-Jährigen 2014 mit 7,7 Prozent auf dem niedrigsten Stand in der Europäischen Union. Den höchsten Wert erreichte Spanien. Dort suchte mit 53,2 Prozent gut jeder zweite Jugendliche nach einem Job. Knapp dahinter folgte Griechenland mit 52,4 Prozent Jugenderwerbslosigkeit.

In Deutschland machten etwa 30 Prozent der erwerbslosen Jugendlichen im vergangenen eine Ausbildung oder Weiterbildung. Damit ist der Anteil der nichterwerbstätigen Jugendlichen ohne Ausbildung in den vergangenen zehn Jahren von 10,9 Prozent auf 6,4 Prozent gesunken. Im europäischen Vergleich belegt Deutschland damit den vierten Platz - hinter den Niederlanden (5,0 Prozent), Dänemark (5,8 Prozent) und Luxemburg (6,3 Prozent).

Die Daten werden nach einer EU-weit einheitlichen Methode erhoben, die auf Standards der Internationalen Arbeitsagentur beruht. Sie weichen deshalb von den nationalen Arbeitslosenzahlen ab. Zu den Erwerbslosen zählen Menschen, die keine Arbeit haben, aber in den vier Wochen vor der Befragung aktiv nach einer Tätigkeit gesucht haben und eine solche innerhalb von zwei Wochen aufnehmen könnten. Gezählt werden aber auch diejenigen, die auf der Suche nach einem Nebenjob sind, zum Beispiel Schüler.

asc/dpa/AFP



insgesamt 16 Beiträge
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Sixpack, Joe 11.08.2015
1. Austerity?
So sieht man wieder wie gut Europa die Krise bewältigt. Herzlichen Dank an Schäuble und Merkel für eine verlorene Generation in Europa. Und durch was? Nichts tun! Einfach nichts tun. Über Japan liest man: 20 Jahre stillstand. Dank Deutschland werden wir (Europa) auch noch mindestens 13 Jahre stillstand haben.
PapaSchlumpf1971 11.08.2015
2. Schuld sind immer die anderen
Zitat von Sixpack, JoeSo sieht man wieder wie gut Europa die Krise bewältigt. Herzlichen Dank an Schäuble und Merkel für eine verlorene Generation in Europa. Und durch was? Nichts tun! Einfach nichts tun. Über Japan liest man: 20 Jahre stillstand. Dank Deutschland werden wir (Europa) auch noch mindestens 13 Jahre stillstand haben.
Was können Merkel und Schäuble wirklich dafür, dass die anderen europäischen Länder ihre Hausaufgaben nicht machen. In Deutschland gibt keine verlorenen Generation, aber typisch deutsch, man darf nicht "gut" sein. Schon in der Schuler wird der "Streber" verachtet, anstatt seine Leistung anzuerkennen und als Vorbild zu nehmen.
hondje 11.08.2015
3. jugend erwerbslosigkeit in brd am niedrigsten
Aber dafür werden in die andere EU Länder bessere Löhnen bezahlt weil hier gebe es nur Sklaven Löhne .
sanctum 11.08.2015
4.
Die Schuld an der Lage in den südlichen Ländern liegt beim Euro! Wer das immernoch nicht kapiert hat, soll sich endlich mal in Ökonomie bilden und nicht so einen Unsinn von Austerität reden! Die junge Generation wird auf dem heiligen Altar des Euros geopfert, das ist der eigentliche Skandal. Aber die Kräfte werden so stark, dass sie am Ende den Euro auseinanderreißen. Le Pen 2017 bspw.
smartphone 11.08.2015
5. Alles gefaked hierzulande
Wer qualifiziert lesen kann , ist im Vorteil: Wenn 1 von 20 MINT-Absolventen einen zb IT oder Ing Job finden ..... sind also 19 wohl im Elternhauskeller versteckt worden. Wieviele Junge sind in "Azubimaßnahmen" seit Jahren abgeparkt , weil die Firmen nur Frischfleisch wollen und wenn statt 280 nur 70 Bewerbungen ( davon 50 exakt passend) heißt es was : Richtig Fachkräftemangel..... wir haben alleine 16 Mio ALG1/2 Arbeitslose So und jetzt kommen Mio Flüchtlinge hierher, die "auch noch " arbeiten wollen -wo denn ?!? Wissens ,trauen sie keiner Statistik, die Sie nicht selbst passend manipuliert haben
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