Gemeinschaftswährung Bulgarien und Kroatien in Vorstufe zu Euro-Mitgliedschaft aufgenommen

Zwei Länder sind dem Euro einen Schritt näher: Kroatien und Bulgarien sind nun Teil einer Vorstufe der Gemeinschaftswährung.
EZB-Gebäude in Frankfurt: Grünes Licht

EZB-Gebäude in Frankfurt: Grünes Licht

Foto: RALPH ORLOWSKI/ REUTERS

Bulgarien und Kroatien sind in eine Vorstufe zur Euro-Mitgliedschaft aufgenommen worden. Mitteilungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zufolge sind die beiden Länder nun Teil des Wechselkursmechanismus WKM II. Die Teilnahme am WKM II ist Voraussetzung für eine spätere Mitgliedschaft im gemeinsamen Währungsraum.

Kroatien hatte die Aufnahme in die Vorstufe im vergangenen Juli beantragt, Bulgarien im Juli 2018. Ein Land muss mindestens zwei Jahre an dem Mechanismus teilgenommen haben, ehe es den Euro einführt. Die Währungen der jeweiligen Länder werden durch den WKM II überwacht und dürfen nur innerhalb einer begrenzten Bandbreite zum Euro auf- oder abwerten.

Erst danach ist ein Eurobeitritt möglich. Abschließend müsste die EU-Kommission den Beitritt vorschlagen, die Staats- und Regierungschefs müssten ebenfalls zustimmen.

Zuletzt war mit Litauen im Jahr 2015 ein Land in die Eurozone aufgenommen worden. In der Europäischen Union haben derzeit 19 Staaten den Euro als Zahlungsmittel. Vertraglich sind sämtliche EU-Staaten mit Ausnahme von Dänemark dazu verpflichtet, langfristig den Euro einzuführen. Sie müssen dafür eine Reihe von Kriterien einhalten, etwa eine stabile Inflationsrate. 

Anmerkung: In einer früheren Version dieses Artikels war Großbritannien noch als EU-Staat erwähnt.

kko
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