Euro-Krise China soll sich mit Portugal über Milliardenhilfe einig sein

China gibt den Euro-Retter: Schon bald werde die Volksrepublik portugiesische Staatsanleihen in Höhe von bis zu fünf Milliarden Euro kaufen - das berichtet eine portugiesische Zeitung. Die Regierungen beider Länder seien sich über den Deal einig geworden.
Portugiesische Euro-Münze: Milliardeninvestition aus China?

Portugiesische Euro-Münze: Milliardeninvestition aus China?

Foto: Tobias Kleinschmidt/ dpa

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China

Lissabon - Im Kampf gegen die Schuldenkrise darf auf eine Finanzspritze aus China hoffen. Die Volksrepublik wolle Staatsanleihen im Wert von vier bis fünf Milliarden Euro kaufen, berichtete die portugiesische Zeitung "Jornal de Negocios" am Mittwoch. Beide Regierungen hätten sich darauf geeinigt, dass im ersten Quartal 2011 investiere - entweder bei Auktionen der staatlichen Finanzagentur oder am Markt. Quellen für ihren Bericht nannte die Zeitung allerdings nicht.

Die chinesische Zentralbank wollte die Angaben auf Anfrage nicht kommentieren. An den Finanzmärkten sorgte die Nachricht dennoch für Bewegung: Der Euro legte leicht zu und näherte sich zwischenzeitlich der Marke von 1,32 Dollar.

Portugal muss 2011 Schulden in Höhe von 9,5 Milliarden Euro zurückzahlen - und gleichzeitig eine Finanzlücke im Staatsetat von fast elf Milliarden Euro durch neue Schulden schließen. Spekulationen über eine Finanzspritze Chinas kursieren bereits seit längerem. Vize-Ministerpräsident Wang Qishan sagte, sein Land habe "konkrete Maßnahmen" eingeleitet, um einigen europäischen Ländern zu helfen und damit die weltweiten Finanzmärkte zu beruhigen.

Bereits im November hatte Staatspräsident Hu Jintao Portugal seine Hilfe zugesichert. Er äußerte sich aber nicht dazu, ob auch Anleihen gekauft werden sollen. China hatte zuvor bereits dem finanziell angeschlagenen Griechenland seine Hilfe angeboten. Die Volksrepublik besitzt dank des seit Jahren anhaltenden Wirtschaftsbooms die weltweit größten Devisenreserven. Bislang ist das Geld vorwiegend in US-Staatsanleihen angelegt.

hut/Reuters
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